Offenbacher stirbt an Schweinegrippe

Wiesbaden/Offenbach - Ein Offenbacher ist Opfer der Schweinegrippe geworden.

Das Sozialministerium bestätigte heute Abend, dass es im Bereich des Gesundheitsamtes Offenbach ein Todesopfer gegeben hat, nähere Angaben macht das Ministerium aber aus Datenschutzgründen nicht.

Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) hatte zuvor erklärt, dass insgesamt zwei Menschen in Hessen an der Schweinegrippe gestorben seien. Neben dem Offenbacher Fall gab es einen weiteren im Hochtaunuskreis. Sie stammten aus diesem Jahr und seien seit Montag bekannt, erklärte er in Wiesbaden. Die beiden Patienten seien älter als 50 Jahre gewesen und hätten unter chronischen Vorerkrankungen gelitten.

Insgesamt seien seit Jahresbeginn 98 Grippe-Erkrankungen in Hessen gemeldet worden, in der Mehrzahl davon (44) lag eine Infektion mit dem Schweinegrippen-Erreger H1N1 vor. Grüttner rief eindringlich zur Schutzimpfung auf. Wer mögliche Symptome bemerke, solle sofort zum Arzt gehen. Menschen ab 60 Jahren oder mit Vorerkrankungen sowie Schwangere seien besonders gefährdet. Es gebe derzeit vermehrt Hinweise auf Grippe-Fälle in Schulen und Gemeinschaftseinrichtungen, erklärte Grüttner. Es müsse also damit gerechnet werden, dass die Grippewelle weiter durch Hessen rolle und ihren Höhepunkt noch nicht erreicht habe.

dpa/baw

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