Schwimmen im Festzelt

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Es geht wieder aufwärts mit dem EOSC: Beim Sommerfest informierten sich die Erwachsenen über die anstehende Sanierung, und die Kinder hatten ihren Spaß.

Offenbach - Man mag sie sich kaum vorstellen, die Zeit, wenn die Tage wieder kürzer und die Sonnenstrahlen zu einem ganz raren Gut werden. Und doch war es der Winter, der bei der durchaus gelungenen Premiere des EOSC-Sommerfestes am vergangenen Samstag im Waldschwimmbad die Besucher beschäftigte. Von Matthias Dahmer

Was ist Stand der Dinge bei der geplanten Sanierung des großen Beckens ? Wie läuft der Winterbetrieb ab ? Ist das Bad überhaupt geöffnet?

Drängende Fragen wie diese hatte Vereinsboss Dieter Levi-Wach erwartet, und er konnte sie auch alle beantworten. Seine zentrale Botschaft an alle Wasserratten: Jeder, der möchte, kann auch in der kalten Jahreszeit auf der Rosenhöhe seine Bahnen ziehen.

Die werden indes etwas kürzer ausfallen müssen. Denn offen ist nur das kleinere, das 25-Meter-Becken, das voraussichtlich für die Zeit von November bis April ein beheiztes Zelt übergestülpt bekommt. „Man muss sich das wie ein Zelt auf dem Oktoberfest vorstellen. Mit festen Wänden und Türen“, beschreibt Levi-Wach die ungewöhnliche Lösung.

Im November soll dann mit der Sanierung des 50-Meter-Beckens begonnen werden, das bis Ende Oktober als Freibad offen bleibt. Wie berichtet, ist beabsichtigt, das Becken mit einer Stahlwanne auszukleiden. Levi-Wach: „Wir haben Glück, dass zum Einsetzen der Wanne nur eine Stirnseite, jene zum kleinem Becken hin, aufgebrochen werden muss.“

So bleibt, hofft der EOSC-Präsident, von den 1,25 Millionen Euro, die aus dem Konjunkturprogramm II für die Badsanierung zu Verfügung gestellt wurden, noch etwas übrig. Das Geld soll für eine Spezial-Folie ausgegeben werden, die nach erfolgter Sanierung immer am Ende des täglichen Badebetriebs über die Wasserfläche des 50-Meter-Beckens gezogen und am anderen Morgen wieder eingerollt wird. Dadurch geht weniger Wärme verloren, der Energieverbrauch soll vor allem im Winter um bis zu 60 Prozent sinken, sagt Dieter Levi-Wach.

Bis Mitte März , so sieht es der Zeitplan vor, könnten die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein. Weil ein Aufbau der Traglufthalle dann nicht mehr lohnt, wird der EOSC die Freibadsaison 2010 bereits Anfang April einläuten.

Für die energetische Sanierung der maroden Umkleiden und sanitären Anlagen hat die Stadt Offenbach 200 000 Euro spendiert. Weitere 50 000 können laut Verwendungszweck aus den 1,25 Millionen abgezweigt werden. „Wir werden sehen, wie weit wir mit den 250 000 Euro kommen“, so der EOSC-Präsident, der keine Hehl daraus macht, dass 200 000 Euro mehr nötig wären, um den Sanitärbereich auf den modernsten Stand zu bringen.

In jedem Fall soll auch dieser Badbereich noch im Winter angepackt werden. Als Ersatz und für die kurzen Wege sind Container am während der Umbauphase überdachten kleinen Becken vorgesehen.

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