„Stammtisch“ mit dem Innenminister

Sportkreis Offenbach: „Stammtisch“ mit dem Innenminister

Seligenstadt - Der Kreis Offenbach will bei der Sportförderung das gegenwärtige Niveau trotz schwieriger Finanzlage beibehalten. Es werde keine Kürzungen geben, versprach Oliver Quilling (CDU) jetzt in Seligenstadt beim „Sportstammtisch“.

An ihm nahmen Innenminister Peter Beuth (CDU) sowie die Vorstände der knapp 300 Vereine (mit insgesamt 91 000 Mitgliedern) im Sportkreis Offenbach teil.

Themen wie Sportförderung, Gebühren für die Hallennutzung und die Auswirkungen des Mitgliederschwunds standen im Vordergrund. Landrat Quilling, Peter Dinkel, der Vorsitzende des Sportkreises, und Marcel Subtil, der Leiter des Bereiches Sportförderung beim Kreis, hatten den Sportminister eingeladen.

Quilling erhielt von den Vereinsvorständen großes Lob für den Zustand der Sporthallen in den 13 Kreiskommunen. Diese seien dank der baulichen und energetischen Modernisierung im Rahmen des Public Private Partnership-Modells tipptopp. Bedenken äußerten die Vertreter vieler Vereine während der rund zweistündigen Diskussion gegenüber der Hallennutzungsgebühr, die einige Kommunen bereits verlangen, um ihre defizitäre Haushaltslage zu verbessern. Quilling stellte klar, dass der Kreis den Städten und Gemeinden keinen Cent für die Nutzung der Kreishallen in Rechnung stelle und dies auch so bleiben solle.

Sinkende Mitgliederzahl

Einige Vereine beklagten sich darüber, dass ihnen vorgeschrieben werde, sich an den Energiekosten für die Sporthallen zu beteiligen. Auf die Vereine kämen so immer größere Kosten zu. Gleichzeitig sinke aber bei manchen Sportvereinen die Mitgliederzahl. „Wir müssen uns neuen gesellschaftlichen Herausforderungen stellen, denn die Menschen bleiben nicht mehr wie früher ihr Leben lang bei einem Verein und zahlen nach der aktiven Phase als passives Mitglied weiterhin die Beiträge“, zeigte Innenminister Beuth Verständnis.

Landrat Oliver Quilling machte den Vorständen deutlich, dass die Kommunalaufsicht des Kreises auf Kommunen mit einem Etat-Defizit keinerlei Druck ausübe, bei den Vereinszuschüssen und der Sportförderung zu sparen. Bis zu 1,5 Prozent des Verwaltungshaushaltes könnte hierfür ausgegeben werden. Allerdings schaffe dies keine Kommune. Die kostenlose Nutzung der Hallen schlage beim Kreis jährlich mit 1,6 Millionen Euro zu Buche.

Die Vertreter der Vereine im Kreis hörten vom Innenminister ein klares Bekenntnis zur Bedeutung des Sports in der Gesellschaft. Das Land Hessen zahle Vereinen und Fachverbänden in den Kommunen und Kreisen sowie dem Landessportbund in diesem Jahr knapp 50 Millionen Euro, was rund einem Fünftel der gesamten Sportförderung der Kommunen entspreche. 

mic

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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