In Modernisierung ihres Offenbacher Hauses

Sheraton-Hotelgruppe investiert 3,2 Millionen Euro

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Klare Formen, erdige Farben, ein ausgefeiltes Lichtkonzept: Das Pure-Restaurant im Offenbacher Sheraton-Hotel wurde ebenfalls umfassend modernisiert.

Offenbach - Vertrauen in den Standort Offenbach beweist die Sheraton-Hotelgruppe und investiert rund 3,2 Millionen Euro in die Modernisierung ihres Hauses am Büsingpalais. Von Veronika Schade 

Sämtliche Zimmer sowie öffentliche Räume wurden grundlegend renoviert und bestechen nun durch Klarheit und schlichte Eleganz. Ob Offenbach-Burger oder O-Town-Lemonade: Wer im Pure-Restaurant des Sheraton-Hotels am Büsingpalais sitzt, befindet sich nicht nur räumlich, sondern auch mental mitten in Offenbach. Das Haus beweist nicht nur in seiner Speisekarte Verbundenheit zur Stadt. Der Eigentümer „Westfonds 6 Hotel am Büsing Palais“ und der Betreiber RIMC Hotels und Resorts setzten mit einer Investition in Höhe von rund 3,2 Millionen Euro in die Modernisierung des Hauses ein klares Bekenntnis zum Standort. „Wir sind damit gewappnet für die Zukunft“, freut sich Dirk Wilhelm Schmidt, General Manager des Vier-Sterne-Hotels.  

Direktor Dirk Wilhelm Schmidt

Seit das Haus im Jahr 1995 in den Räumen des ehemaligen städtischen Schwimmbads eröffnete, damals noch unter dem Namen Arabella, hatte sich in seinem Inneren nicht viel verändert. „Wir haben nur einzelnes Mobiliar ausgetauscht“, sagt Schmidt. Vieles erinnerte noch an die Zeit des „Tommy“-Musicals, fanden sich Scheinwerfer und große Spiegel unter der Decke und in Nischen. Telefonzellen in der Lobby wirkten in der heutigen Zeit deplatziert. „Braucht keiner mehr“, findet der Hotelchef, „auch sonst wirkte das Innere zu bunt und unruhig.“
Zeit zum Handeln also, zumal die Konkurrenz nicht schläft. So entstand jüngst ganz in der Nähe am Marktplatz mit dem Hotel Luna ein neues Haus auf Vier-Sterne-Niveau, 2016 eröffnete das New Century Hotel im Kaiserlei. „Allein in Frankfurt gab es in den letzten zwei Jahren einen Zuwachs an Hotels um 25 Prozent“, weiß Schmidt. „Das Gros im Mittelklassesegment. Die Wettbewerbssituation wird nicht einfacher.“

Das neue Design soll Offenbachs edle Herberge noch attraktiver für Neukunden wie auch für Stammgäste machen. „Zurück zur Schlichtheit“, lautet die Devise. Dank erdiger Farbtöne und klarer Linien wirken die Räume zurückhaltend-elegant und aufgeräumt. Der Teppichboden erinnert in seiner Wassertropfen-Optik an frühere Schwimmbad-Zeiten. Die Bar wurde neu bestuhlt und mit dunklen, lamellenartigen Holzelementen verkleidet, so auch Rezeption und Lounge. Die Tagungsräume wurden ebenfalls modernisiert. Die meisten Gäste sind Geschäftsreisende, viele nehmen an Veranstaltungen direkt im Hotel oder in den dazugehörigen historischen Räumen im Büsingpalais teil. „Die Kombination von Geschichte und Moderne ist jetzt noch deutlicher und ein tolles Alleinstellungsmerkmal für unser Haus“, lobt der Hotelchef.

In 176 der 221 Zimmer, also auf vier von fünf Etagen, wurden die Zimmer mit neuen Betten ausgestattet, ein graues Backboard dahinter sowie blaugraue Sessel runden das Bild ab. Gäste, die die Zimmerkategorien „Club“ oder „Suite“ buchen, können sich über Espressomaschinen auf dem Zimmer freuen und haben exklusiven Zugang zur neuen „Club-Lounge“, einem Rückzugsort mit Snacks und Getränken, Flachbildfernseher und Platz für kleine Besprechungen.

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Das Pure-Restaurant, das sich durch dezente, lammelenartige Raumtrenner je nach Bedarf aufteilen lässt, hat ein neues, dezentes Lichtkonzept mit ungewöhnlichen Höhepunkten: Ein geschwungener, moderner Deckenlüster erstrahlt über dem Buffet. Von der dunklen, den bis zu zwölf Meter hohen Panoramafenstern gegenüberliegenden Wand hängen flaschenförmige Lampen herab. „Ihr Licht spiegelt sich draußen in den Bäumen wieder. Ein sehr schöner Effekt, der so gar nicht geplant war“, schwärmt Schmidt.

Auch die Speisekarte ist neu. So wurde das Angebot an kleinen, tapasartigen Speisen erweitert. „Die meisten internationalen Gäste wollen nicht opulent essen“, sagt der Hoteldirektor. So sind Kebab oder Fish & Chips als schnelle Gerichte hinzugekommen. Steter Beliebtheit erfreuen sich Burger, Steaks, Pasta und Sandwiches. Die Getränkekarte hingegen wurde schlanker. Die Auswahl zwischen 111 Cocktails führte zu Überforderung. Der Fokus liegt nun auf Whisky und Gin.

60 Prozent der Gäste im Offenbacher Sheraton kommen aus dem Ausland – die meisten aus den USA, gefolgt von China und Großbritannien.

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