„Sie sehnen sich nach Strukturen“

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Startschuss für Werbekampagne (von links): Langzeit-Pflegemutter Elvira Matzek mit Pflegekind Jasmin, Bereitschafts-Pflegevater Heinz Welchering, Henni Nachtsheim (Badesalz), Kreisjugendamtsleiter Georg Horcher und Kreissozialdezernent Carsten Müller.

Henni Nachtsheim musste nicht lange überlegen: „Wir haben bis zu 100 Benefiz-Anfragen pro Jahr. Auf meiner Bewertungsskala von 1 bis 10 war die Pflegeelternkampagne eine 10“, sagt der Badesalz-Komiker. Von Ralf Enders

Und so wirbt das „wohlbehütete Mittelstandskind“ im Auftrag des Kreises Offenbach für neue Pflegeeltern. Und die werden gebraucht: „Wir sind voll belegt“, sagt Sozialdezernent Carsten Müller, „vor allem in der Bereitschaftspflege akut gefährdeter Kinder für ein paar Tage oder Wochen.“ 18 Paare helfen derzeit in solchen Fällen. In der Vollzeitpflege sind 107 Kinder in neuen Familien untergebracht - meist, bis sie junge Erwachsene sind.

Elvira Matzek, seit elf Jahren Pflegemutter der heute 14-jährigen Jasmin, bringt die Anforderungen auf den Punkt: „Die Kinder sollen erleben, was es heißt, eine Familie zu haben. Sie sehnen sich nach Halt und Strukturen.“ Das hat Jasmin bei den Matzeks in Dietzenbach gefunden: „Ich habe mich von Anfang an wohl gefühlt.“ Den Kontakt mit ihren leiblichen Eltern und den heillos zerrütteten Verhältnissen dort hat sie vor drei Jahren abgebrochen.

Übrigens: Wer mehr von Jasmin lesen möchte, kann dies ab März tun. Dann macht sie ein Praktikum in unserer Redaktion in Dietzenbach.

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