Krise in der Kraftwerksparte

Siemens hält an Schließungsplänen für Standort Offenbach fest

Offenbach - Siemens hält an seinen Schließungsplänen für den Standort in Offenbach fest. Ende September hatte sich der Konzern mit Arbeitnehmervertretern auf einen Abbau von 370 der insgesamt 690 dort verorteten Stellen geeinigt.

Die verbleibenden Mitarbeiter sollen an andere Standorte im Rhein-Main-Gebiet wechseln. Daran habe sich nichts geändert, sagte ein Siemens-Sprecher am Dienstag auf Anfrage. Zum zeitlichen Ablauf der Verlegung der Mitarbeiter machte er zunächst keine Angaben. Auch wohin konkret sie wechseln werden, sei noch offen. Zuvor hatte die "Frankfurter Rundschau" berichtet, der Umzug der Beschäftigten nach Frankfurt stehe im Sommer an.

Hintergrund der Maßnahmen ist die anhaltende Krise in der Kraftwerksparte. Überkapazitäten bei Gasturbinen und der Trend zu erneuerbaren Energien machen dem Bereich schwer zu schaffen. Bis 2020 will der Konzern dort sowie in der Sparte Prozessindustrie und Antriebe 500 Millionen Euro einsparen. Allein in Deutschland sollen 2900 Stellen wegfallen. Darauf hatte sich der Konzern mit Arbeitnehmervertretern verständigt. (dpa)

Bilder: Siemens-Mitarbeiter demonstrieren

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa

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