Fällung und mehrere Nachpflanzungen auf dem Wilhelmsplatz

Silberlinde statt Kastanie

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Offenbach - Am Wilhelmsplatz fällt morgen eine weitere Kastanie. Zugleich beginnt die Nachpflanzung von Silberlinden. Grund für die Fällung des zirka 80 Jahre alten Baums sind nach Angaben der Stadt Fäulnisschäden an Stamm und Krone, welche seine Standsicherheit gefährdeten.

Bei sechs weiteren Kastanien sind Pflegemaßnahmen angesagt. Dabei entfernen Baumspezialisten an drei Kastanien Totholz und bruchgefährdete Äste. An drei weiteren müssen die Kronen wegen Bruchgefahr gekürzt werden. Die pflegerischen Arbeiten dienen neben der Verkehrssicherung auch der Erhaltung der Bäume, heißt es. Das derzeit lückenhafte Erscheinungsbild dieses Platzes soll sich durch Nachpflanzungen wieder verbessern. Während üblicherweise zeitnah nachgepflanzt wird, wurde dies auf dem Wilhelmsplatz seit 2011 nicht mehr getan.

Hintergrund ist, dass sich seit Frühjahr 2012 eine Arbeitsgruppe aus Stadtverordneten, Vertretern städtischer Ämter, dem ESO und einem externen Gutachter umfassend damit beschäftigt hat, wie der Zustand der Bäume verbessert werden kann, und wie deren künftige Entwicklung zu bewerten ist. Erste Vorkehrungen wie zum Beispiel der Einbau von Baumschutzbügeln sind bereits umgesetzt. Versuchsweise wurden zudem die Bäume unterschiedlich intensiv gewässert und die Auswirkungen über drei Vegetationsperioden beobachtet und bewertet.

Kastanien auf dem Wilhelmsplatz gefällt

Kastanien auf dem Wilhelmsplatz gefällt

Allerdings war im Zuge der Untersuchungen auch festzustellen, dass der Wilhelmsplatz kein guter Standort für die in den 1930er-Jahren angepflanzten Rosskastanien ist, da diese als Auengehölz an innerstädtische Bedingungen nicht gut angepasst sind. Im März hatte die Stadtverordnetenversammlung deshalb beschlossen, dass auf dem Wilhelmsplatz robustere Silberlinden nachgepflanzt werden sollen. Bei den nun anstehenden Nachpflanzungen mit diesen Bäumen soll die Chance genutzt werden, den gesamten Wurzelsektor bis in eine Tiefe von 1,5 Metern mit wasser- und luftdurchlässigem Baumsubstrat zu versehen. Die Nachpflanzungen beginnen ebenfalls morgen.

Für mindestens fünf Wochen ist deshalb auf dem Parkplatzareal mit Behinderungen zu rechnen. Der Parkplatz ist zwar weiterhin benutzbar; Zu- und Ausfahrt dürften aber zeitweise nur von einer Seite möglich sein. Außerdem werden einige Parkplätze als Fläche für die Einrichtung der Baustelle benötigt.

nn

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