Ein Silberling als Lohn

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Die Offenbacher Bliss übten sich im großen Rock-Posen.

Offenbach ‐   An der Reihenfolge kann’s nicht gelegen haben – die wurde gelost. Allerdings nutzten die Letzten die Gunst der Stunde und sollten am Ende die Ersten sein: Die Funky Monks, die den Abschluss des ersten „off Rock Newcomer Bandcontest“-Finales im Kulturzentrum Sandgasse 26 machten, überzeugten vierköpfige Jury und Publikum. Von Isabel Winkler

„Eine knappe Entscheidung, die manchmal nur von zwei Stimmen abhing“, beschreibt offRock-Mitbegründerin Claudia Weigmann-Koch den spannenden Ausgang. Die vier Seligenstädter Inge Wolf (Gesang), Maximilian Völk (Gitarre), Niklas Schneider (Bass) und Tobias Wehner (Schlagzeug) starteten einst als Red-Hot-Chili-Peppers-Coverband. Mittlerweile spielen sie ihre eigenen Werke, die sie am Samstag auf den ersten Preis katapultierten. Denn Eigenkompositionen waren Pflicht. „Es müssen mindestens zwei eigene Stücke gespielt werden“, erklärte Weigmann-Koch die Auswahlkriterien. Zudem müssen die Gruppen aus Stadt oder Kreis kommen, dürfen das durchschnittliche Alter von 23 nicht überschreiten und haben eine Hörprobe abzugeben. Nach dieser ersten Hürde folgte die Vorrunde. An zwei Terminen (Dezember und Februar) traten vier und fünf Bands gegen einander an, um ins Finale gewählt zu werden.

Ausdauer und beständig gute Leistung der Funky Monks wurde belohnt. Sie freuen sich als Hauptgewinn über ein Wochenende im Studio des KJK, in dem sie eine eigene CD aufnehmen. Den zweiten Platz erspielten sich die H.A.T. aus Offenbach mit einer Mischung aus Rock bis alternativem Crossover mit funkigen Elementen. Für H.A.T. und die Drittplatzierten, die Punch’n’Judy Show, gab es einen Gutschein vom Musikhaus Bornheim für neues Equipment.

Die Jury mit Roque de Souza, Roland Rongen, Jochem Groh und Peter Keppler prüfte die Originalität, das technische Können, den Groove, sprich das Zusammenspiel und die Intensität der Musik sowie die Bühnenpräsenz der fünf Finalisten. Aber auch die Zuschauer hatten die Möglichkeit, die Hälfte der Entscheidung mitzutragen: Per Zettel stimmten sie für je zwei Bands. Ein wohlüberlegtes System, das vor allem für Fairness im Wettbewerb sorgen soll. Denn es verhindert, dass die Fans nur ihre Lieblingsband wählen. Sie müssen noch einer anderen ihre Stimme geben; und bis zum Ende bleiben, auch wenn ihre Favoriten ihren zwanzigminütigen Auftritt schon hatten. Ein „Heimspiel“ gab’s für keine Band: Jede bekam 30 Vorverkaufskarten für ihre Anhänger.

Weitere Informationen zum Wettbewerb finden Sie auf dessen Internetseite.

Eine besondere Überraschung war die Erinnerungs-DVD, die alle Musiker mit nach Hause nehmen durften. Sie zeigt Aufnahmen aus den Vorrunden. Außerdem wurden Bliss, Fusion Fly und den Funky Monks dazu eingeladen, ein Konzert im Januar im KJK zu spielen. Die Idee, einen derartigen Wettbewerb zu organisieren, beschreibt Weigmann-Koch als „qualitativen Schritt“. Nach den Proben folgt die Möglichkeit, sich auf der Bühne zu präsentieren und zu beweisen. Logische Fortsetzung ist die Aufnahme einer eigenen CD. Sicher scheint nach dem gelungenen Abend: Dieser erste Wettbewerb wird nicht der letzte gewesen sein...

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