Da sitzt man auf Granit

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Vier große, zwischen zwölf und 14 Tonnen schwere Granitbrocken aus Norwegen wurden gestern am neuen Mainuferpark angeliefert und in ausgesparte Löcher in die Mainböschung gesetzt. Die Quader sollen - zwischen ebenerdig angelegten Sitzterrassen platziert - einen „erhabenen Blick“ über den Main ermöglichen. Das sogenannte Ausruhen auf hohem Niveau ließen sich die Planer einiges kosten: Allein mit 10 000 Euro schlagen die Granit-Quader zu Buche.

Offenbach - Damit die Stadt näher an den Main rückt, legen Arbeiter derzeit drei großformatige Sitzterrassen aus Betonstein im Mainuferpark in Höhe des Mathildenviertels an. Von Thomas Meier

Gestern wurden die sogenannten „Offenbacher Klippen“ installiert: Vier gewaltige Natursteinblöcke direkt am Fluss sollen schon bald „ein Ausruhen auf hohem Niveau“ garantieren, wie Christina Türk, Fachreferentin für Stadtgrün im Amt für Stadtplanung und Baumanagement, versichert.

Zusammen mit Bauleiter Jan Wittenbrock von der Firma August Fichter und dem Architekten der Firma Adler und Olesch fuhr Türk vor Monaten in einen Steinbruch bei Bamberg. Eigentlich hielten die Planer des Mainuferparks, der sich auf 550 Metern Länge zwischen Kulturgleis und Alessa-Gelände erstreckt, nach Sandsteinquadern aus, die an der Mainuferböschung eingesetzt werden sollten. „Doch dann sahen wir die großen Granitquader aus Norwegen, die uns überzeugt haben“, berichtet Türk. Auch der Steinbruchbetreiber habe versichert, dass Granit viel eher ins und ans Wasser passe als Sandstein, der auch für Algenbesatz viel empfänglicher sei.

Die vier Natursteinblöcke wiegen zwischen 12 und 14 Tonnen. Rund 10 000 Euro kostet die neue Zierde des Mainuferparks, die zwischen den Beton-Sitzterassen in die Böschung eingelassen wurden. Sitzt man auf den Terrassen nahezu der Wasserlinie gleich, so sollen die norwegischen Blöcke einen „erhabenen Blick“ auf den Main ermöglichen.

Der Mainuferpark soll sich zu einer neuen Attraktion für alle Offenbacher entwickeln. Das Projekt verbessert darüber hinaus die Wohnqualität in der angrenzenden östlichen Innenstadt, indem es den Bewohnern des Mathildenviertels einen Ort zum Ausruhen und Spielen bietet. Daher übernimmt das Landesförderprogramm Hegiss (Hessische Gemeinschaftsinitiative Soziale Stadt) 70 Prozent der Gesamtkosten von rund 770 000 Euro.

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