Ab sofort sammelt Sextett Unrat auf

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Da stimmt doch was nicht... Richtig: Auch Sven Skalitz – hier noch ganz in Rot – erhält in den nächsten Tagen das typische gelb-blaue Outfit seiner Kollegen. Dann kommt das Team von der „Aktion Saubere Innenstadt“ einheitlich daher.

Offenbach - (mk) Kampf dem Müll. Um die Aufgabe zu bewältigen, rüstet die Stadt personell auf. Das Quartett ist zum Sextett gewachsen, ausgerüstet mit konventionellen Waffen. Statt auf High-Tech setzt das Ordnungsamt auf Zange und Mülltonne.

Ein Problem kriegen die Männer der „Aktion Saubere Innenstadt“ nicht gelöst: Kaugummis, die großflächig das Pflaster verschandeln. Das wirkt schmuddelig, gerade in der Frankfurter  Straße. „Hoffentlich findet der ESO bald eine wirtschaftlich vertretbare Methode, die Platten von den klebrigen Resten zu reinigen“, seufzt Frank Weber, stellvertretender Leiter des Ordnungsamts.

Das Arbeitsgebiet der hoch motivierten sechs Mitarbeiter umfasst nun neben dem Mathildenviertel die Fußgängerzone von Kaiserstraße, Große Marktstraße über Herrnstraße, Frankfurter Straße, Marktplatz, Kleiner Biergrund einschließlich des Bereichs rund um das Markthäuschen am Wilhelmsplatz. Wie Geschäftsleute und auch Kunden lobend berichten, „wirkt sich deren Tätigkeit sehr positiv auf die Einkaufsmeile aus“. Seit Anfang September ist das Team komplett. Sven Skalitz und Lajos Mentsik sind neu. Sie unterstützen Christopher Noering, Karl-Heinz Drösel, Hans-Jürgen Schneider und Marjan Jurkas und helfen ihnen beim Einsammeln von Unrat.

Wichtig, dass Wege zum KOMM mehrmals täglich gereinigt werden

Ordnungsdezernent Paul-Gerhard Weiß: „Unsere Innenstadt profiliert sich als gehobener Einkaufsstandort. Die Aktivitäten des Handels müssen eingebettet sein in ein ansprechendes Ambiente.“ Das Ordnungsdezernat unterstützt die Aufwertung mit der Aktion „Saubere Innenstadt“, seit Jahren wichtiger Beitrag zum Projekt Besser leben in Offenbach. Zur Eröffnung des KOMM am Aliceplatz wurde der Aktionsradius der Sauberkeitstruppe auf diesen Bereich ausgeweitet.

Weiß sagt: „Es ist wichtig, dass die Wege zu diesem neuen Anziehungspunkt für tausende Besucher mehrmals täglich gereinigt werden. Das wird durch die beiden neuen Mitarbeiter möglich“. Organisatorisch angesiedelt sind die Sauberkeitsmänner, die bei ihren täglichen Rundgängen von Papiertaschentücher und Zigarettenkippen bis hin zu Verpackungskartons aufnehmen, beim Ordnungsamt.

Nicht nur auf Kleinmüll haben die Sechs ein Auge

Als Ordnungsbehörde ist unsere Aufgabe Müllsünder zu verfolgen. Wir wollen aber auch präventiv wirken und verantwortlich einen aktiven Beitrag für mehr Sauberkeit leisten. Wir wollen, dass sich die Kunden wohlfühlen. Und Sauberkeit ist eine wichtige Voraussetzung für eine hohe Aufenthaltsqualität“, ergänzt Christian Broos vom Ordnungsamt.

Aber nicht nur auf Kleinmüll haben die Sechs ein Auge. Werden bei den Rundgängen Ablagerungen aufgefunden, die nicht in ihre Mülltonne passen, informieren sie den Innendienst. Der entsendet Müllermittler, die nach den fahnden. Anschließend wird der Dienstleister ESO benachrichtigt, damit der Müll schnell weggeräumt wird.

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