Peter Walther will Irritationen die GBO ausräumen

SOH-Chef: Keine Pläne für Wohnungsverkauf

Offenbach - „Keiner denkt daran, die GBO-Wohnungen zu verkaufen. “ Peter Walther, der Chef der Stadtwerke Holding (SOH), stellt klar, was für erhebliche Irritationen besonders bei örtlichen Parteien gesorgt hatte.

Er selbst hatte auf die Journalisten-Frage, wie zu erwartende Einnahmerückgänge durch sinkende Ausschüttungen der Energieversorgung Offenbach ausgeglichen werden könnten, aufgezählt, an welchen Stellschrauben die Stadtwerke drehen könnten: Es gebe sehr viel, was man tun könne; zu den theoretischen Möglichkeiten gehöre immer auch der Verkauf von Unternehmensanteilen oder Wohnungen der Gemeinnützigen Baugesellschaft Offenbach.

„Das war alles auf abstrakter Stufe, eine hypothetische, aber nicht umsetzbare Option wie die, den ganzen Öffentlichen Nahverkehr einzustellen“, betont Walther und versichert: „Es gibt aber keine diesbezüglichen Ideen, keine Überlegungen und schon gar keine Planung in diese Richtung. “

Einahmeverluste anders kompensieren

Es wäre ja auch absurd, meint er, wenn der Stadtkonzern auf diese Weise seine Substanz schwäche. Die von Geschäftsführer Winfried Männche geleitete Stadtwerke-Tochter GBO betreut mehr als 6000 öffentlich und frei finanzierte Wohnungen in der Stadt und bietet damit um die 20.000 Menschen ein Dach über den Kopf. Daran soll sich auch nichts ändern.

Einnahmeverluste der SOH müssten auf andere Weise kompensiert werden, durch die Optimierung von Kosten etwa, erklärt Peter Walther: „Am besten dort, wo es außen niemand wahrnimmt, Leistungen dürfen wir nicht einstellen, sondern müssen sie günstiger erbringen.“

Was Walther nach seinen Worten nie ernsthaft erwogen hat, schlägt gleichwohl politische Wellen. Die CDU verlangt Klarstellung vom Magistrat und mutmaßt Absprachen im stillen Kämmerlein. Die Freien Wähler erteilen vorsorglich jeglichen Verkaufsgedanken eine klare Absage.

(tk)

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