Projekt im Osten der Innenstadt

„Soho“ an der Mühlheimer

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Der Bau-Boom in Offenbach hält an: Auf dem ehemaligen Allessa-Parkplatz an der Ecke Mühlheimer Straße/Friedhofstraße entstehen in den nächsten zwei Jahren in fünf Häusern insgesamt 227 Eigentumswohnungen. Die Freiräumung des Geländes markiert zugleich den Baustart.

Offenbach - Der östliche Eingang in die Stadt wird sein Gesicht gewaltig verändern. Auf dem ehemaligen großen Allessa-Parkplatz an der Ecke Mühlheimer Straße/Friedhofstraße baut die Amadeus Projektbau GmbH in den nächsten zwei Jahren insgesamt 227 Eigentumswohnungen. Von Matthias Dahmer

Derzeit wird das Areal freigeräumt. Das markiert zugleich den offiziellen Baustart, sagt Projektmanager Hans-Peter Schuhmacher. Bis zum Herbst 2016 entstehen in drei Bauabschnitten fünf Häuser samt Tiefgarage. Das höchste an der Ecke Mühlheimer-/Friedhofstraße wird sieben Geschosse haben, die übrigen sind fünfstöckig geplant. Die Entscheidung für Offenbach sei gefallen, weil man sich hier im nächsten Jahrzehnt einen enormen Zuwachs verspreche, begründet Projektleiter Schuhmacher die Wahl. Frankfurt sei in Sachen Bautätigkeit mehr oder weniger zu. Auf der Internetseite des Unternehmens, wo das Projekt unter dem Titel „Soho“ präsentiert wird, liest sich das unter anderem so: „Auch der Mangel an derzeitigen Ausbauflächen in Frankfurt führt dazu, dass die Schwesterstadt rasant mitwächst.“

Amadeus verspricht, dass in der derzeitigen Baulücke zwischen Clariantgelände und Mathildenviertel „wertstabile und profitable Anlageimmobilien sowie wunderschöne, zeitlos elegante Eigenheime“ entstehen. Die Größe der Wohnungen bewegt sich zwischen 50 und 300 Quadratmetern, so dass sowohl für Anleger als auch für Eigennutzer keine Wünsche offen bleiben sollen. Den Bebauungsplan Nummer 638 „Stadteingang Mathildenviertel / Mühlheimer Straße und Friedhofstraße“ hatte das Stadtparlament im März 2013 beschlossen. Kritik daran kam von der städtischen AG Flughafen, die der Auffassung ist, dass aufgrund der vorhandenen Fluglärmsituation und der absehbaren Entwicklung des Fluglärms gesunde Wohnverhältnisse gemäß Baugesetzbuch nicht herstellbar seien. „In jedem Fall halten wir die Ausweisung von Allgemeinen Wohngebieten innerhalb des Planbereichs für bedenklich“, heißt es.

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Diese Bedenken räumt die Stadt mit dem Hinweis aus, dass mit der ohnehin erforderlichen Schalldämmung ausreichend gesunde Wohnverhältnisse geschaffen würden. Die Festsetzung als Mischgebiet hätte im Übrigen zur Folge gehabt, dass durch die dann zulässigen gewerblichen Nutzungen negative Auswirkungen auf den Bestand zu befürchten seien. Wie berichtet, ist wegen der Bauarbeiten die Friedhofstraße zwischen der Mühlheimer und dem Grundstück an der Friedhofstraße 58 bis voraussichtlich August 2016 gesperrt. Von der Mainstraße aus wird sie als Sackgasse ausgeschildert und ist nur für Anwohner erreichbar. Der An- und Abtransport von Baumaterialien erfolgt ausschließlich über die Mühlheimer und den gesperrten Teil der Friedhofstraße.

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