Offenbach leuchtet ins Land

Mit Sonne, Mond und Sternen

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Von Freitag an erhellen neue Lichtkugeln die Fußgängerzone. Das Weihnachtsfest wirft seine Lichter voraus: Wie hier an der Frankfurter Straße haben Arbeiter schon die Winterbeleuchtung angebracht, die am Freitag eingeschaltet wird.

Offenbach - Voraussetzung war der Austausch der Bäume in der Fußgängerzone Frankfurter Straße. „Danach haben wir neue Möglichkeiten für eine zeitgemäße Winter- und Weihnachtsbeleuchtung gesucht“, erläutern Stefan Becker und Klaus Kohlweyer vom Vorstand des Gewerbevereins Treffpunkt, der als Aufgabenträger fürs Karree Offenbach firmiert. Von Markus Terharn 

Dazu bedurfte es sorgfältiger Vorbereitung: Besuche in anderen Städten, Ausarbeitung eines Lichtmasterplans in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung – Stefanie Stockmann vom Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement – sowie Gespräche mit Fachleuten in Sachen Licht. Dieses ist jetzt am Ende des Tunnels zu erkennen: „Am Freitag, 3. Oktober, mit Einbruch der Dämmerung, also zwischen 19 und 19.30 Uhr, wird es angeknipst“, kündigt Becker an. Von diesem Zeitpunkt an sollen bis Ende Januar 2015 insgesamt 17 Lichtvorhänge und 15 große Lichtkugeln die innerstädtischen Straßen überspannen. „Wir verwenden dafür energiesparende LED-Leuchten mit einer warmweißen Farbe“, erläutert Experte Kohlweyer.

Dies ist aber nur die sogenannte Winterbeleuchtung. Hinzu kommt vom 24. November an und bis zum 6. Januar die eigentliche Weihnachtsbeleuchtung. Sie ergänzt das festliche Bild um 97 Sternendreiecke an den Straßenlaternen. Und das ist noch nicht das Ende: „Bis 2016 soll das Winterlicht mit 62 weiteren Lichtkugeln vervollständigt werden“, verspricht Becker. Kohlweyer nennt beeindruckende Zahlen: 130.000 LEDs sollen die City in ein der Jahreszeit angemessenes, stimmiges Licht tauchen. Dafür mussten 2600 Meter LED-Lichtschlauch verlegt werden. Für die Stabilität sorgen 260 Meter Stahlseil. Der Strom wird über 750 Meter Kabel zugeführt, dafür wurden 148 Steckdosen montiert.

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Die Kosten für dieses als innovativ eingestufte Konzept gibt das Karree mit 100.000 Euro an. Hinzu kommt der erhöhte Strombedarf, der pro Tag bei etwa 20 Kilowattstunden liegen soll. „Fünf Euro je Tag“ gibt Kohlweyer als Richtwert an. Völlig unabhängig davon ist eine andere Illumination: An einem besonders schönen Altbau an der Frankfurter Straße konnte das Karree in Abstimmung mit den Eigentümern der Immobilie eine individualisierte Fassadenbeleuchtung umsetzen. „Sie erstrahlt täglich in den Abendstunden und verleiht der Einkaufstraße einen besonderen Schimmer“, freut sich Becker. Als eine Art Probelauf war im Vorfeld der Luminale 2012 das von ihm geleitete Modehaus M. Schneider in ein spezielles Licht gehüllt worden. „Ein Vorgeschmack auf das, was möglich ist“, hofft der Karree-Vorsitzende auf weitere Nachahmer.

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