Sonnenschein im polizeilichen Visier

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Laut Sprecher Faltin ist der Verdacht des Lohnwuchers gegeben, wenn der Arbeitgeber Zwangslagen, Willensschwäche oder Unerfahrenheit des Arbeitnehmers ausnutze.

Offenbach ‐ Das Betrugskommissariat der Offenbacher Polizei ermittelt gegen die Firma Schulbusse Sonnenschein. Wie Polizeisprecher Henry Faltin Informationen unserer Zeitung bestätigte, geht es um den Vorwurf des „Lohnwuchers“. Von Thomas Kirstein

Dabei handelt es sich um die strafrechtlich relevante Variante des Lohndumpings. Mehrere, meist ehemalige, Fahrer der blauorangen Kleinbusse seien bereits vernommen worden. Herrin des Verfahrens ist die Staatsanwaltschaft Darmstadt.

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Schulbusse Sonnenschein, Firmensitz ist Wuppertal, befördert momentan im Auftrag der AWO-Werkstätten im Hainbachtal täglich rund 300 Behinderte zwischen ihren Wohn- und Arbeitsstätten. Fast alle Fahrer und Beifahrer sind als geringfügig Beschäftigte auf sozialversicherungsfreier 400-Euro-Basis tätig.

Laut Sprecher Faltin ist der Verdacht des Lohnwuchers gegeben, wenn der Arbeitgeber Zwangslagen, Willensschwäche oder Unerfahrenheit des Arbeitnehmers ausnutze. Noch aktive Sonnenschein-Fahrer hatten unserer Zeitung gegenüber hingegen erklärt, ihre Bezahlung sei reell.

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