Angebot in der Innenstadt

CDU sorgt sich um Parkplätze

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Der bisher kostenfreie Mainuferparkplatz soll ab Mai gebührenpflichtig werden

Offenbach - Das Parkplatzangebot in der Stadt schrumpft, gleichzeitig sind Busse und S-Bahnen aus unterschiedlichen Gründen nicht immer eine Alternative zum privaten Pkw.

Für die CDU-Fraktion sind dies alles Faktoren, die dazu führen müssen, das in Offenbach verfolgte Konzept der Abkehr von der „autogerechten Stadt“ zu überdenken, wie es in einem Antrag fürs Stadtparlament heißt.

Danach soll die Stadtverwaltung zunächst die Entwicklung des Parkflächenangebots in der erweiterten Innenstadt von 2010 bis 2014 liefern. Weiter ist laut CDU-Antrag zu prüfen, wie das vorhandene Angebot ausgeweitet werden kann. Die Union denkt etwa an die temporäre Nutzung von Brachflächen sowie an die Errichtung von Quartiersparkhäusern.

Verkehrsraum für den motorisierten Individualverkehr sei in den vergangenen Jahren zunehmend in Fußgängerzonen und Grünflächen umgewandelt oder auf Anliegerverkehr beschränkt worden, so Fraktionschef Peter Freier. Hunderte von Parkplätzen allein in der erweiterten Innenstadt seien ersatzlos weggefallen. ÖPNV und Radverkehr habe man dagegen gefördert, wobei der Offenbacher Busverkehr schon längst die Grenzen seiner Kapazität erreicht habe, eine Ausweitung des OVB-Angebots aus bekannten finanziellen Gründen unrealistisch sei. Zudem kämen Besucher aus dem Umland nur ungern mit der S-Bahn nach Offenbach, da diese Verbindungen äußerst unzuverlässig seien.

Betrieb nicht unbedingt in öffentliche Hand legen

Auch mit Blick auf den Masterplan ist für Freier die Errichtung von Quartiersparkhäusern einer intensiveren Überlegung wert. Deren Errichtung und Betrieb müsse nicht unbedingt durch die öffentliche Hand geschehen, verweist er auf weiter gediehene diesbezügliche Pläne in Frankfurt. Als Gelände für ein Quartiersparkhaus kann sich der Fraktionschef den Busbahnhof an der Bismarckstraße vorstellen. Auch das Nordend mit dem in der Nachbarschaft wachsenden Hafenviertel habe eine Entlastung vom Parkdruck nötig. Zur temporären Nutzung von Brachflächen als Parkplatz ist für die Union beispielsweise die Baustelle des Luisenhofs geeignet. Dort liege der ehemalige Parkplatz gegenüber dem Ledermuseum seit Monaten brach.

mad

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