SPD-Frauen hoffen auf Abstimmung

Offenbach - Gespannt schauen heute auch Offenbacher Frauen auf die Bundestagsabstimmung über eine gesetzliche Frauenquote für Aufsichtsräte.

Die Gesetzesvorlage war durch eine Bundesratsinitiative eingebracht worden und dort auch mit den Stimmen von SPD und Grünen verabschiedet worden. „Ich hoffe, dass Frauen der FDP und der CDU erkennen, welche Chance sich frauenpolitisch bietet“, sagt die Vorsitzende der Offenbacher Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF), Marion Eckert.

„Fauler Kompromiss“

Sie glaubt nicht, dass sich alle Frauen tatsächlich auf den „faulen Kompromiss“ der Unionsfraktionen einlassen werden, eine gesetzliche Quote im CDU-Wahlprogramm 2020 aufzunehmen. „Die Unionsvorsitzenden machen sich mit diesem Vorschlag über ihre eigenen Kolleginnen lustig – das sollte keinen Erfolg haben bei gestandenen Politikerinnen“, so Eckert. Unterstützung erhält sie von der stellvertretenden Parteivorsitzenden der Offenbacher SPD, Nadine Gersberg: „Frauen werden trotz hoher Qualifikationen immer noch systematisch benachteiligt, wenn es um Spitzenpositionen in der Wirtschaft geht. Wir wollen den Verstoß gegen Artikel 3, Absatz 2 des Grundgesetzes, der die Gleichheit von Frauen und Männern und die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung vorschreibt, nicht mehr länger hinnehmen“, erklärt sie.

Alle Versuche, dieses Ziel mit freiwilligen Vereinbarung zu erreichen seien gescheitert. „Es handelt sich um eine Gewissensfrage, die Abstimmung sollte von CDU/CSU und FDP freigegeben werden.“

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