SPD will Kralle

Offenbach - In der Innenstadt herrscht großer Ärger darüber, dass Autos mit ausländischen Kennzeichen Flächen zuparken, die Inhabern von kostenpflichtigen Anwohnerberechtigten zustehen.

Der dortige SPD-Ortsverein ruft nach drastischen Konsequenzen: In Offenbach soll die Parkkralle Anwendung finden dürfen. Bislang würden diese Parksünder von Polizei oder Ordnungsamt praktisch nicht verfolgt, da mit Staaten wie Italien oder Bulgarien keine Vereinbarungen über die Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten bestünden. Deshalb fordert die SPD-Innenstadt einen Beschluss der Stadt, der die Parkkralle in Offenbach legalisiert. Bislang sind dem Ordnungsamt die Hände gebunden.

„Ich konnte in Dublin selbst erleben, wie wirksam so eine Kralle ist, bevor ich nicht 80 Euro bezahlt hatte, konnte ich nicht wegfahren“, hat Karin Zein gelernt, die sich als Bewohnerin der Karlstraße beinahe täglich über „Fremdparker“ ärgert. Eine Parkkralle hätte zwei positive Wirkungen, glaubt die SPD: Hohe Abschleppkosten wären vermieden; die Strafen würden direkt zur Auslösung des Fahrzeugs fällig. Damit wären auch ausländischen Falschparker dran, die heute mangels Vereinbarungen mit ihren Ländern nicht erreichbar sind.

(tk)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Kommentare