„Rundlauf muss größer werden“

Die Offenbacher bewerten ihre Innenstadt weniger gut als die Kreisbevölkerung, wenn es um Einkaufsqualität und Verkehrssituation geht. Dies freut die Verantwortlichen, die das als große Chance für Offenbach erachten. Sicher kontraproduktiv wirken hingegen Stadtbild und Image. (Bild vergrößern)

Offenbach - Das Ergebnis der jüngsten Passantenzählung und Besucherbefragung erfährt politischen Widerhall. Zumindest die Koalition findet’s gut, die Opposition grübelt vielleicht noch.

„Wir sind auf einem guten Weg“, freut sich SPD-Stadtverordnete Carmela Dinice-Lehmann. Die aktuellen Ergebnisse der Goethe-Universität bewiesen, dass die Koalition mit dem Bau des KOMM in der Innenstadt die richtige Entscheidung getroffen habe. Inzwischen gebe es die Besucherströme nicht mehr allein durch die Frankfurter Straße, sondern auch über den Aliceplatz. „Nun müssen wir Sorge tragen, dass dieser Rundlauf immer größer wird“, so Dinice-Lehmann. Als nächstes gehe es darum, mit der Umgestaltung des Marktplatzes die Verbindung von der Innenstadt zum Wilhelmsplatz zu schaffen.

„Dann können sich Gastronomie und Wochenmarkt am Wilhelmsplatz und Handel in der Frankfurter Straße und rund um das KOMM gegenseitig Passanten und schließlich Kunden zufließen lassen“ hofft die Sozialdemokratin. Die Voraussetzungen dafür seien gegeben, insbesondere was die gute Erreichbarkeit, aber auch die Parksituation angehe. „Besonders die zentrale S-Bahn-Station sowie die Parkhäuser in der unmittelbaren Innenstadt tragen dazu bei“, ist sie sicher.

Verstärken könne man dieses Anliegen durch die weitere Verschönerung der Innenstadt. Da gehe es neben der Marktplatz-Umgestaltung unter anderem um die Beschränkung von Spielhallen und ein Gestaltungshandbuch für den Einzelhandel. Mit der Industrie- und Handelskammer arbeiteten Verwaltung und Politik im sogenannten Masterplanprozess an der Verbesserung des lokalen Images insgesamt.

Dinice-Lehmann hofft, „dass wir nach der Passantenzählung bald noch weniger Leerstände haben und sich wieder ein Herrenausstatter und ein Kinderbekleidungsgeschäft ansiedeln“.

(nn)

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