„Sicherheit gibt den Ausschlag“

Offenbach - „Die Debatte verlief kontrovers, doch letztlich haben wir uns geeinigt, die Sperrung der Elbestraße nicht infrage zu stellen.“ So reagiert die Vorsitzende des Arbeitskreises Umwelt, Planen, Bau der SPD-Fraktion, Ulla Peppler, auf Kritik der CDU.

„Für die Entscheidung sind vor allem Sicherheitsbedenken ausschlaggebend.“ Das Besucherzentrum Wetterpark liege direkt an der Elbestraße. Diese sei baulich nicht eindeutig von den umgebenen Rasenflächen und Grundstücken abgegrenzt, weil sie nicht fertig ausgebaut sei. „Da der Wetterpark hauptsächlich von Schulklassen besucht wird, ist die Sicherheit spielender oder tobender Kinder nicht gegeben, wenn Autoverkehr am Besucherzentrum vorbeigeht“, argumentiert Peppler. Besucher erreichten hauptsächlich vom nördlichen Parkplatz den Wetterpark entlang der Elbestraße: „Wenn man sie nicht sperrt, werden Busse zum Parkplatz vermehrt durch Tempelsee fahren.“

Weiterer Grund: „Der Bau des Wetterparks wurde teils durch Zuschüsse der Regionalpark-GmbH finanziert. Teil der Abmachung, auf der die Fördermittel basieren, ist die Schließung der Elbestraße.“ Werde diese nicht gesperrt, sei mit Rückzahlungsforderungen zu rechnen.

„Ich bin überzeugt, dass sich der Verkehr über den Buchhügel andere Wege suchen wird. Die Autofahrer können beispielsweise auf die Obere Grenzstraße ausweichen und müssen nur einen sehr geringen Zeitverlust in Kauf nehmen“, zeigt sich die Politikerin optimistisch. Zudem bezweifle sie, dass sich alle Bürger Tempelsees eine Sperrung aussprächen, wie die CDU behaupte. „Es gibt ebenso viele, die die Schließung begrüßen.“

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(mt)

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