Sperrung der Landesstraße 3405 sorgt für Ärger 

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Offenbach (mad/clb) - Selten ist die Sperrung einer Verkehrsschlagader so stümperhaft vorbereitet worden: „Die haben wohl ein Rad ab.“ „Hier geht’s nicht weiter? Das ist ja der Hammer“. 

Hunderte von Autofahrern waren gestern Vormittag stinksauer über die unzureichende Beschilderung der bereits für Montag angekündigten Sperrung der Landesstraße 3405 zwischen Offenbach und Heusenstamm.

Die Straße wird bis Jahresende dicht gemacht, weil die dortige Brücke über die A3 abgerissen und ersetzt wird. An den Ortsausgängen von Offenbach und Heusenstamm war nur Eingeweihten klar, dass der Verkehr umgeleitet wird, erst kurz vor den Auffahrten zur Brücke wurde mittels halbseitiger Sperrung und Verbotsschild deutlich, dass es nicht mehr weitergeht.

Pendler mussten umdrehen

Das hatte zur Folge, dass zahlreiche Pendler wieder umdrehen mussten, zeitweise herrschten chaotische Zustände an den Auffahrten. Wer es dennoch wagte, die Sperrung zu umfahren, auf den wartete auf der Brücke eine Polizeistreife, die Knöllchen verteilte. Auf Offenbacher Seite durchbrachen Autofahrer mehrfach ein provisorisch angebrachtes rot-weißes Flatterband, das die zweite Straßenhälfte abriegelte.

Ähnlich die Situation auf der Heusenstammer Seite: Erst hinter einer Kurve mitten im Wald offenbarte sich die Sperrung. Bis zum Mittag gerieten Verkehrsteilnehmer in die Sackgasse - ohne deutliche Vorwarnung. Verantwortliche von Hessen Mobil, der federführenden Landesbehörde, suchte man an der entstehenden Baustelle vergebens.

„Das war anders besprochen“

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„Das war anders besprochen“, sagte der stellvertretende Leiter der Polizeistation Heusenstamm, Volker Hinz. Die von Hessen Mobil beauftragte Firma habe sich nicht an die vereinbarten Vorgaben gehalten. Auch die Ausschilderung der Umleitung vor den entsprechenden Kreuzungen sei nicht deutlich genug gewesen. Mit Vertretern Offenbachs und Heusenstamms sowie der Polizei wurde die Beschilderung am Mittag nachgebessert. Bei Hessen Mobil sah man die Sache entspannt: Pressesprecherin Carmen Koch sprach von „Irritationen“, die bei einzelnen Verkehrsteilnehmern aufgekommen seien, weil die Umleitungsschilder erst im Laufe des Vormittags aufgestellt wurden. Die Beschilderung sei nun vollständig, die Verkehrsführung damit eindeutig erkennbar.

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