Spielbetrieb ist gesichert

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Auch das Löschwasser hatte neben dem Feuer großen Schaden in den Containern samt Anbau angerichtet.

Offenbach (siw) ‐ Italsud und Rot-Weiß Offenbach können nach der Winterpause wieder weiter um Tore und Punkte spielen. Am Morgen des 25. November vernichtete ein Feuer das gemeinsame Vereinsheim von Italsud Offenbach und Rot-Weiß Offenbach auf dem Sportgelände an der Mühlheimer Straße.

Trikots, Bälle und Trainingsgerät verbrannten. Der Schaden wird auf 200.000 Euro geschätzt. Die Polizei vermutet Brandstiftung.

Für die beiden kleinen Clubs war der Brand eine Katastrophe, denn die Mitglieder hatten viel Zeit und Geld in ihre Unterkünfte gesteckt. Jetzt gibt es erst mal Entwarnung: Der Spielbetrieb ist gesichert. „Die Stadt und die städtischen Gesellschaften ermöglichen dank einer konzertierten Aktion beiden Mannschaften akzeptable Bedingungen für Training und Meisterschaft“, teilt Oberbürgermeister Horst Schneider mit. Bereits unmittelbar nach dem Feuer hatte der OB den völlig geschockten Vertretern der Clubs schnelle und unbürokratische Hilfe zugesagt.

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Ein Satz Trikots ist geblieben

Feuer im Vereinsheim

Ein von der Stadt beauftragter Gutachter empfiehlt den kompletten Abriss. Damit hatte Sportbüroleiter Jürgen Weil bereits gerechnet. Inklusive Entsorgung der Container kostet die Beseitigung 16.000 Euro. Schneider: „Wir wissen, dass die beiden Vereine finanziell keine großen Sprünge machen können und werden deshalb die Entsorgungskosten übernehmen“. Das Sportbüro hat außerdem zugestimmt, die Tilgung eines zinslosen städtischen Darlehens an Italsud auszusetzen, bis dessen Finanzlage eine Rückzahlung zulässt.

Bilder von Feuer und Löscharbeiten

Vereinsheim abgebrannt

Vereinshaus für beide Clubs war jeweils ein Wohncontainer mit Anbau unter einem Dach. Glücklicherweise waren die Umkleidekabinen, die im städtischen Eigentum sind, nicht vom Brand betroffen. Für Spielersitzungen dürfen die Räume des benachbarten Jugendzentrums einmal in der Wochen genutzt werden. Die Energieversorgung Offenbach stattet die Clubs mit Trikots und Hosen aus. Beide Vereine haben ihre Teams für die Hallenfußball-Stadtmeisterschaften vom 7. bis 9. Januar in der Mathildenschule gemeldet.

Auch der OFC hilft. Geschäftsführer Thomas Kalt hatte bereits am Tag nach dem Feuer ein Benefizspiel im Frühsommer zugesagt.

Bei der Suche nach einer neuen Bleibe will die Stadt helfen. Das Gebäudemanagement hat im Auftrag des Sportbüros bereits Angebote für Container eingeholt.

Da die für ihre Häuser keine Brandschutzversicherung abgeschlossen hatten, sieht Jürgen Weil dringenden Handlungsbedarf. Er hat vor, mit allen Vereinen, die eigene Häuser auf städtischen Grundstücken haben, bald über die Notwendigkeit eines Versicherungsschutzes zu sprechen.

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