Gäste sind mit Programm zufrieden

Sportgala: Wohltuende Straffung

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Meinung lohnt sich: Das Los ermittelte Bernd Hofmann vom WSV Bürgel als Gewinner der Umfrage-Aktion zur diesjährigen Sportgala. Bürgermeister Peter Schneider und überreichte als Dankeschön zwei Karten fürs Capitol.

Offenbach - Besinnung aufs Wesentliche statt Was-kostet-die-Welt: Angesichts leerer Stadtkassen und als Konsequenz des Debakels um Mission Olympic ist die Sportgala 2014 deutlich kleiner ausgefallen als die Jahre zuvor. Von Jenny Bieniek

Die Auswertung der Umfrage zeigt: Die meisten Besucher waren zufrieden mit der abgespeckten Version.

Lokale Darbietungen statt internationaler Show-Acts, Fokus auf die eigenen Sportler statt auf prominente Gesichter. Die diesjährige Sportgala im Capitol fiel um einiges kleiner aus als jene Höhenflüge in der Vergangenheit. „Trotzdem war das Feedback überwiegend positiv“, zeigt sich Bürgermeister Peter Schneider mit dem Umfrage-Ergebnis zufrieden.

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Doch wieder eine Sportlerehrung

94 Teilnehmer hatten sich am Abend der Sportgala an der Umfrage beteiligt. Die Verantwortlichen wollten wissen, wie ihnen die Veranstaltung gefallen hat und was sie sich für die Neuauflage im nächsten Jahr wünschen. 92 Prozent der Befragten hat der Abend gut oder sehr gut gefallen, nur sieben Prozent urteilten mit „verbesserungswürdig“. „Insgesamt gab es laut der Umfrage aber nichts, was unisono negativ aufgefallen wäre“, bilanziert Schneider. Einige wünschten sich für die Zukunft eine feste Kleiderordnung, andere die Beibehaltung des erstmals herausgegebenen Programmhefts mit einer Auflistung aller Geehrten. Kritikpunkte waren unter anderem die schlechte Akustik im oberen Rang sowie die zu schnelle Abhandlung der Programmpunkte. „Man kann es nie allen recht machen“, weiß Sportamt-Vizeleiterin Marion Müller.

Während ältere Besucher meist besonderen Wert auf die Darbietungen der Künstler legten, stehe bei Jüngeren der Party-Aspekt im Vordergrund, so Müller. Natürlich unterstütze Abendgarderobe den feierlichen Anlass, „aber gerade Sportler haben oft keine Lust, sich in einen Anzug zu zwängen. Und das wollen wir auch nicht vorschreiben“, sagt sie.

Sportgala 2013 im Capitol

Für Schneider war wichtig, „dass die Ehrung verdienter Spitzensportler weiterhin einen angemessenen Rahmen erhält“, wenngleich auch beim Sport nach Einsparpotenzial geschaut werden müsse. „Mit Kosten von 27.000 Euro sind wir aber 5000 Euro unter dem geplanten Budget geblieben“, betont er. In den Jahren zuvor hatte die Gala mehr als das Doppelte gekostet. Die ehrenamtliche Unterstützung durch die Vereine und die Reduzierung des technischen Aufwands sparten viel Geld. „Früher hat die Stadt den Vereinen geholfen, jetzt ist es umgekehrt“, freut sich Müller.

82 Prozent der Befragten sahen die Sportler seitens der Stadt würdig geehrt. Allerdings vermissten Gäste Informationen zu den Geehrten, beispielsweise, in welcher Sportart sie gewürdigt wurden. „Die Leistungen aller 317 Sportler waren im Heft nachzulesen, anders ist es bei der Zahl nicht zu machen.“ Auch die Mischung aus örtlichen und internationalen Künstlern kam an: 79 Prozent würden ihn beibehalten.

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