Sportstiftung verteilt Geld

Für Boxerin und Jubiläen

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Über Geld von der Sportstiftung der Städtischen Sparkasse (Zweiter von links: Vorstand Guido Braun) freuen sich Fechtclub-Präsident Waldemar Krug, Nordend-Boxerin Beata Blaszczyk mit Trainer Bernd Hackfort und Samurai-Vorsitzender Francesco Liotta (von links).

Offenbach - Eine Million Euro beträgt das Stiftungskapital der Sportstiftung, welche die Städtische Sparkasse 2011 gegründet hat – analog zur schon länger bestehenden Kulturstiftung. Von Markus Terharn

Nachdem das Kuratorium im ersten Jahr gewartet hat, bis sich Zinsen ansammelten, stehen für 2013 Erträge von 13.600 Euro zur Verfügung. Davon sind die ersten 10.000 Euro geflossen: 2000 gehen an den Boxclub Nordend, 5000 an den Fechtclub, 3000 an den Judo-Club Samurai. Im September folgt eine zweite Ausschüttung.

In den Genuss einer Einzelförderung kommt Boxerin Beata Blaszczyk. Die kann sie gut gebrauchen, wie ihr Trainer Bernd Hackfort betont: „Obwohl sie als Friedhofsgärtnerin voll berufstätig ist, kommt sie jeden Tag ins Training!“ Das kostet nicht nur Kraft, sondern auch Geld. Die gebürtige Polin, die bald 27. Geburtstag feiert und auf einen deutschen Pass wartet, meistert das mit eiserner Disziplin: „Ich habe alles dem Boxen untergeordnet.“

Große Erfolge trotz Doppelbelastung

Trotz der Doppelbelastung kann die Bantamgewichtlerin, die seit vier Jahren boxt und seit zwei Jahren für Offenbach antritt, tolle Erfolge vorweisen. „2012 hat sie an sieben internationalen Turnieren teilgenommen und fünf gewonnen“, berichtet Hackfort stolz, der das Talent seines Schützlings sogleich erkannt hat: „Wille, Einsatz und Verständnis waren da, technisch hatte sie Defizite“, so der Coach, der viel Potenzial bescheinigt und schon eine Leistungsexplosion sieht.

Mittlerweile hat Blaszczyk auf Hessenebene keine Gegnerin mehr. Bereits als Deutsche Meisterin zum Club gekommen, hat die Blonde mit dem Boxerherzen zudem die Champions aus Polen und der Schweiz geschlagen. Und Blaszczyk bleibt ehrgeizig. „Eigentlich müsste ich Weltmeisterschaft sagen“, scherzt sie auf die Frage nach ihren Zielen. Ernsthaft: „Ich denke von Kampf zu Kampf...“

Von einer Jubiläumsveranstaltung zur nächsten plant Fechtclub-Präsident Waldemar Krug. Schließlich begeht der FCO sein 150-jähriges Bestehen mit einem Festreigen. Sportlicher Höhepunkt sind die Deutschen Degenmeisterschaften der Junioren Ende November/Anfang Dezember in der Sportfabrik. Nach den jüngsten Erfolgen der Offenbacher bei Europa- und Deutschen Meisterschaften hofft der Verein auf Edelmetall. Und erwartet neben den Aktiven viele Besucher. „Da dies mit hohem finanziellen Aufwand verbunden ist, sind wir dankbar, dass sich die Sportstiftung beteiligt“, so Krug, der auch auf beträchtliche Kosten für Turnierreisen, eigenen Trainer und eigenes Domizil verweist.

JC bekannt für gute Nachwuchsarbeit

Damit kann Samurai-Chef Francesco Liotta nicht dienen; die Judokas trainieren in der Humboldtschulhalle, tragen Zweitliga-Spitzenkämpfe in der Edith-Stein-Schule aus. Sein 60-jähriges Bestehen gestaltet der Club mit Tagesausflug, Spielefest, Herbstworkshop sowie Auslandswettkampf und Weihnachtsfeier für die Kleinen. Ist der JC doch bekannt für seine gute Nachwuchsarbeit. Liotta ist überzeugt, „dass ein attraktives Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche ganz wesentlich zum friedlichen Miteinander beitragen kann“. Er würde sich freuen, wenn andere Firmen dem Beispiel der Sparkasse folgten.

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