Sprintstarke Polizisten und hilfreiche Zufälle

Offenbach (vs) - Auf recht kuriose Art und Weise hat die Polizei einen Überfall geklärt, der sich in der Nacht auf Sonntag in der Groß-Hasenbach-Straße abgespielt hatte. Einem Kenianer war dabei sein Portemonnaie gestohlen worden.

Bekannt wurde die Sache bei der Polizei, als eine Streife fast zwei Stunden später in der Bleichstraße eine Gruppe junger Leute überprüfen wollte. Einer der Jugendlichen gab beim Anblick der Beamten sofort Fersengeld und warf dabei Ausweispapiere weg, die ihm allerdings nicht gehörten. Weit kam der junge Mann jedoch nicht auf seiner Flucht - die sprintstarken Polizisten konnten ihn schnell einholen und festnehmen.

Erste Recherchen bezüglich der weggeworfenen Papiere wiesen auf einen jungen Mann aus Ostdeutschland hin; ein Versuch, mit dem Besitzer des Ausweises telefonisch Kontakt aufzunehmen, gestaltete sich allerdings recht schwierig. Der Angerufene konnte zwar angeben, überfallen worden zu sein, konnte aber wegen sprachlicher Probleme nicht den Ort des Überfalls oder seines momentanen Aufenthalts nennen. Hier kam den Ermittlern wieder der Zufall zu Hilfe - ein aufmerksamer Bürger teilte mit, er habe einen verstörten und offenbar überfallenen Ostafrikaner auf der Straße angetroffen. Es stellte sich schnell heraus, dass es sich bei dem 17-Jährigen um den Besitzer der besagten Personaldokumente handelte.

Demnach war der junge Mann gegen 0.30 Uhr auf der Groß-Hasenbach-Straße zu Boden gestoßen worden, sein Portemonnaie wurde ihm dabei gestohlen. Damit konfrontiert, räumte der bereits festgenommene 18-Jährige nach kurzem Leugnen ein, die Geldbörse dem beraubten Kenianer aus der Hand gerissen zu haben. Der Verdächtige musste mit zur Wache, konnte später aber wieder gehen. Gegen ihn wird nun wegen Verdachts des Straßenraubs ermittelt.

Rubriklistenbild: © Arno Bachert/pixelio.de

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