Streit um Verträge

Angst ums Stadionbier unbegründet

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Offenbach - Nein, Kickers-Fans brauchen sich zum morgigen Auftaktspiel im Spardabank-Hessen-Stadion nichts zum Trinken und Essen mitzubringen. Von Thomas Kirstein

Gerüchte, dass es Probleme geben könnte, sind auch schon zu Peter Walther, dem Chef der Stadtwerke und deren Stadion-Tochtergesellschaft SBB, gelangt. Er gibt aber Entwarnung: An den Verpflegungsstationen gehen wie gewohnt – unter anderem – Stadionwurst und Bier über den Tresen. Befürchtungen sind also nicht real, ihre Hintergründe allerdings schon. Es gibt Differenzen zwischen dem bisherigen Caterer Kegel-Impuls, der sich in Insolvenz befindenden Profi GmbH und der SBB über Fortbestand und Ausgestaltung der Verträge.

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Peter Walther sagt lieber: „Es bestehen noch unterschiedliche Sichtweisen.“ Die betreffen in erster Linie das Geld, das vom Stadion-Bewirter abzuführen ist: Wird aufgrund der Besucherzahlen eines jeden Spiels überwiesen? Vereinbart man eine Pauschale auf der Basis eines zu erwartenden Besucherdurchschnitts? Wird aufgrund der tatsächlichen Einnahmen abgerechnet? Außerdem soll es um die Laufzeit von Verträgen gehen. Eine Lösung zu finden, sei aber erst einmal zurückgestellt werden, sagt SBB-Chef Walther. Bis dahin laufe die Versorgung der Fußballanhänger erst einmal wie gehabt. Es gebe momentan weitaus wichtigere Probleme im Zusammenhang mit der Insolvenz.

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Die Frage der Caterer-Verträge ist dem Vernehmen nach auch nur eine von vielen, die sich durch eine seinerzeit viel zu unscharf vorgenommene Trennung vom Verein OFC und seiner Profi-GmbH ergeben. Nachdem Letztere pleite gegangen ist, war davon ausgegangen worden, dass damit auch belastende Verträge und etliche Forderungen hinfällig wären. Jedoch haben offenbar Vereinbarungen weiter Gültigkeit, die nicht mit der GmbH, sondern noch mit dem Verein Offenbacher Kickers getroffen wurden.

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Eine gehört nicht dazu: Im Juni 2012 sicherten die Stadtwerke die Drittliga-Lizenz der Kickers, indem sie der Profi GmbH mit einem sechsstelligen Betrag gegen Abtretung der Caterer-Einnahmen auf drei Jahre unter die Arme griffen. Ein Jahr ist abgestottert. 200.000 Euro müssen die Stadtwerke abschreiben.

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