Europaweite Ausschreibung gestartet

Stadionbau ist auf dem Markt

Offenbach (tk) ‐ Die Bauunternehmer Europas, die sich Erfahrung mit Sportstätten zugute halten, dürfen ein gutes Geschäft wittern: Seit gestern steht die Ausschreibung für das neue Offenbacher Fußballstadion in der europaweiten Datenbank für öffentliche Bauprojekte.

„Wir werden jetzt erst einmal erfahren, wer grundsätzlich Interesse hat“, erläutert Peter Walther, Geschäftsführer der Offenbacher Stadtwerke Holding (SOH). Deren Tochter Stadiongesellschaft Bieberer Berg mbH lässt sich als direkte Verantwortliche für das Projekt im Verfahren von der Frankfurter Kanzlei SNP Schlawien Naab Partnerschaft unterstützen. „Die haben unter anderem die Mainzer bei ihrem Stadionneubau beraten“, sagt Walther. „Für solche rechtlich komplexen Sachen braucht man die passenden Leute.“

Die geneigten Stadionbauer der EU-Länder können sich ab sofort melden: Im Angebot sind laut Text „Komplett- oder Teilbauleistungen im Hochbau sowie Tiefbauarbeiten“ mit einem Umfang von 20 Millionen Euro (ohne Mehrwertsteuer) für das „Sparda Bank Hessen Stadion“ mit Ausführungzeitraum vom 1. Dezember 2010 bis zum 30. Juni 2012. Verlangt sind Planung und „Rekonstruktion“ eines bundesligatauglichen Fußballstadions mit mindestens 18.000 Besucherplätzen während des laufenden Spielbetriebs.

Für Bewerber: Die Auftragsbekanntmachung finden Sie hier.

Die Bewerber werden zunächst gesichtet und auf Tauglichkeit begutachtet: Dabei geht es um wirtschaftliche wie technische Leistungsfähigkeit; die Bieterunternehmen und ihre Architekten müssen zwischen 2005 und 2010 fertiggestellte Referenzprojekte nachweisen können - verlangt wird wenigstens ein zehn Millionen Euro teures Fußballstadion in einem EU-Land.

Mindestens fünf, höchstens sieben dürfen dann ein Angebot abgeben. Letztlich soll laut Peter Walther ein Gremium über den Zuschlag entscheiden, wobei neben dem Preis unter anderem Architektur, städtebauliche Lösung, Atmosphäre und Folgekosten Kriterien darstellen.

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