Der Weihnachtsmarkt und das Ringen um Regeln

Corona: Offenbach schließt 2G für den Weihnachtsmarkt nicht mehr aus

Vor der neuen Vereinshütte: Fabian El Cheikh, Leiter Amt für Öffentlichkeitsarbeit, Ehrenamtsbeauftragter Manuel Dieter, Oberbürgermeister Felix Schwenke und Veranstalter Klaus Kohlweyer von der Pro OF GmbH bei der Weihnachtsmarkt-Eröffnung.
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Vor der neuen Vereinshütte: Fabian El Cheikh, Leiter Amt für Öffentlichkeitsarbeit, Ehrenamtsbeauftragter Manuel Dieter, Oberbürgermeister Felix Schwenke und Veranstalter Klaus Kohlweyer von der Pro OF GmbH bei der Weihnachtsmarkt-Eröffnung.

Die Betreiber des Weihnachtsmarkts in Offenbach sehen die Corona-Hygienemaßnahmen als ausreichend. Die Stadt behält sich 2G-Entscheidung vor.

Offenbach – Nun ist er also in vollem Gange, der Offenbacher Weihnachtsmarkt. Schon am ersten Abend lockten Glühwein und Bratwurst viele Besucher zu den Ständen auf Aliceplatz und Stadthof. Abstand? An vielen Stellen Fehlanzeige. Von verschiedener Seite hagelte es bereits vor der offiziellen Eröffnung durch Oberbürgermeister Felix Schwenke Kritik für die Entscheidung der Stadt, den Markt trotz aktuell hoher Corona-Infektionszahlen stattfinden zu lassen und die Verantwortung in erster Linie in die Hände von Bürgern und Beschickern zu legen.

Jetzt, nachdem der Startschuss für den Budenzauber gefallen ist, betont die Stadt erneut, dass Organisator Klaus Kohlweyer zusammen mit dem Gesundheitsamt ein Hygienekonzept erarbeitet habe, das an die aktuelle Corona-Lage angepasst sei. Gleichzeitig schließt man – anders als bislang – nun aber auch nicht mehr aus, generelle Zugangsbeschränkungen zu dem Markt einzurichten, sollte es die Situation erfordern.

Weihnachtsmarkt Offenbach: Trotz Corona eine sichere Sache?

„Sofern sich die Besucherinnen und Besucher an die Regeln halten, kann der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr auch angesichts des aktuell hohen Infektionsgeschehens mit dem vorliegenden Konzept stattfinden“, heißt es in einer städtischen Mitteilung. Das sei auch wichtig für die Beschicker des Weihnachtsmarktes, die teilweise 24 Monate kein Geld verdient hätten.

In Sachen Infektionsschutz sieht man sich vorerst auf der sicheren Seite: Durch die Impfungen und die Möglichkeit, Zugangsbeschränkungen zu gewissen Bereichen einzurichten, sei eine völlig andere Ausgangslage gegeben als vor einem Jahr. Vom Land vorgesehen ist außerdem – auch unter freiem Himmel – eine Maskenpflicht überall dort, wo Abstände nicht eingehalten werden können.

Die Stadt hebt hervor: „Nach den in Hessen geltenden Regeln darf der Markt als Veranstaltung unter freiem Himmel bislang ohne Zugangsbeschränkungen stattfinden.“ Lediglich in den Hütten und fest überdachten Bereichen auf dem Offenbacher Weihnachtsmarkt gilt darum aktuell eine strenge 2G-Regelung. Landes- und Stadtpolizei sollen regelmäßig kontrollieren, dass die Vorgaben auch tatsächlich eingehalten werden.

Stadt Offenbach: Corona-Regel 2G wird als Option offen gehalten

Während die Verantwortlichen es im Vorfeld unter anderem aus Kostengründen ausgeschlossen haben, den Zugang zum Weihnachtsmarkt zu beschränken und Einlasskontrollen durchzuführen, hält sich die Stadt diese Option nun aber doch wieder offen.

Sollten sich die hessenweiten Regelungen ändern oder die Stadt selbst eine Notwendigkeit dafür sehen, sei der Veranstalter in der Lage, jederzeit kurzfristig den Markt einzuzäunen und eine generelle Zugangsbeschränkung, einzuführen. Zugang könnten dann beispielsweise nur noch Genesene und Geimpfte (2G), gegebenenfalls zusätzlich mit tagesaktuellem Schnelltest, erhalten.  (lj/pso)

Weitere Infos zum Weihnachtsmarkt und dem geplanten Bühnenprogramm:

www.offenbach.de/weihnachtsmarkt

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