Kita statt Spielplatz

Stadt setzt bei der Kinderbetreuung künftig auf zwei Standorte

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Bürgel/Rumpenheim - Beim Mammutprogramm Schulsanierung geht es fast unter: Auch in die Einrichtungen, die der Eigenbetrieb Kindertagesstätten (EKO) betreibt, investiert die Stadt viel Geld. Für den Neubau der Kita Brandenburger Straße wird der Projektbeschluss erarbeitet. Volumen: nahezu drei Millionen Euro.

Bereits im Sommer 2016 will die Stadt mit dem Neubau der Kindertagesstätte 11 beginnen – in den Rumpenheimer Lachwiesen! Das zweigeschossige Gebäude ist auf einer Erweiterungsfläche „in räumlicher Nähe zum bisherigen Standort“ vorgesehen. Das Bestandsgebäude soll danach saniert werden, so dass der EKO künftig in zwei Einrichtungen mehr Gruppen für unter und über Dreijährige einrichten kann. Damit kommt die Stadt der weiter hohen Nachfrage nach U3-Betreuung nach. Der EKO hat aufgrund der wachsenden Kinderzahlen im Einzugsgebiet der Kita 11 einen viel höheren Bedarf ermittelt, als derzeit zur Verfügung steht. Aktuell werden 110 Kinder in vier Ü3-Gruppen und in einer U3-Gruppe betreut. Der Erweiterungsbau sieht ein Raumangebot für zusätzlich vier neue Gruppen vor. So hatte die desolate Haushaltslage und die daraus resultierenden fehlenden Genehmigungen rückblickend doch etwas Gutes...

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Zunächst wird ein zweigeschossiger Erweiterungsbau auf dem 1800 Quadratmeter großen Areal direkt neben der Ernst-Reuter-Schule gebaut. Vorteil für die Kita: Der Betrieb am jetzigen Standort an der Brandenburger Straße kann bis zur Fertigstellung (voraussichtlich Ende 2018) fortgeführt werden, erst danach folgt der Umzug in die neuen Räume. Dann wird das alte Gebäude saniert. Vorteile für die Stadt: Sie schafft zusätzlichen Betreuungsraum und spart durch Verzicht auf Interimsmaßnahmen (Container) 200.000 Euro.

Klassisch und modern: Die besten Spick-Methoden

Insgesamt sind für den Neubau knapp drei Millionen Euro veranschlagt, die entsprechend eines Grundsatzbeschlusses der Stadtverordneten vom Juli 2014 überwiegend aus den Mitteln des Regionalfonds gedeckt werden sollen. „Wir haben verschiedene Varianten geprüft und uns schließlich für diese entschieden, da sie sich als die wirtschaftlichste und sinnvollste Maßnahme herausgestellt hat“, sagt Verwaltungschef Horst Schneider. Und Bürgermeister Peter Schneider ergänzt: „Es ist eine gute Nachricht für die Kinder, Eltern und Pädagogen der Einrichtung, dass sie dank dieses Vorgehens nicht zusätzlich durch Bauarbeiten beeinträchtigt werden.“

Das Gebäude entsteht auf kommunalem Grund, der seit 2001 als Kitaerweiterungsfläche ausgewiesen ist. Dort befindet sich derzeit – neben einer Spielfläche für Kleinkinder – ein Spielplatz für ältere Kinder, vor gut zehn Jahren von Ernst-Reuter-Schülern in Eigenregie für eine temporäre Nutzung hergerichtet. „Es handelt sich um den einzigen Spielplatz für größere Kinder in Rumpenheim“, weiß der Bürgermeister, „deshalb versuchen wir, für diese Kinder eine alternative Fläche bereit zu stellen.“ Diese Suche wird in Rumpenheim sicher genau verfolgt...

mk

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