Corona-Konjunkturpaket

Stadt Offenbach stellt neuen Einkaufs- und Gastroführer vor

OB Felix Schwenke (von links), die OSG-Geschäftsführer Fabian El Cheikh und Regina Preis, M. Schneider-Chef Stefan Becker und Brita Wiesbach von der Agentur U9 sind begeistert von dem Einkaufs- und Gastroführer.
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OB Felix Schwenke (von links), die OSG-Geschäftsführer Fabian El Cheikh und Regina Preis, M. Schneider-Chef Stefan Becker und Brita Wiesbach von der Agentur U9 sind begeistert von dem Einkaufs- und Gastroführer.

43 Seiten, wertiges Papier, professionelle Fotos, zeitgemäßes Design: Die Rede ist nicht etwa von einem der zahllosen Lifestyle-Magazine, die sich in Zeitschriftenregalen von Supermarkt und Kiosk stapeln. Nein, bei der Broschüre in DIN-A4-Format handelt es sich um den neuesten Streich der Stadt im Zuge des Offenbacher Corona-Konjunkturpakets zur Unterstützung des lokalen Einzelhandels und der Gastronomie.

Offenbach – Nach der Gutschein-Sonderaktion zur Stärkung des Einkaufsverbunds „Offenbachs großes Herz“ und der Einkaufstombola, die beide kürzlich zu Ende gingen, ist es nun ein Einkaufs- und Gastroführer, der die Menschen dazu anregen soll, ihr Geld möglichst in Offenbach auszugeben.

Wie schon bei der Gutscheinaktion war die Stadtmarketinggesellschaft mit der Umsetzung beauftragt. Und erneut liegt der Fokus auf dem Verbund „Offenbachs großes Herz“. Alle 64 Betriebe, die in dem Magazin mit dem Titel „Offenbachs großes Herz für das Schöne und Gute“ in kleinen Texten und Bildern porträtiert sind, sind Teil der Partnerschaft, bei allen können die für den Verbund erhältlichen Geschenkgutscheine eingelöst werden. Gegliedert ist der Wegweiser in sechs Kategorien, etwa „Ess- und Trinkkultur“, „Wohlbefinden“, „Kleine Freuden“ und „Sportliches“. Zu finden sind bekannte Namen wie das Modehaus M. Schneider und das Tafelspitz am Wilhelmsplatz, aber auch kleine Unternehmen wie die Goldschmiede Strandperle an der Taunusstraße.

Auch wenn letztlich nicht alle teilnehmenden Geschäfte und Lokale in dem Wegweiser zu finden sind – etwa, weil es an der Terminfindung für die Porträts scheiterte: Regina Preis, verantwortlich für die Unternehmenskommunikation der Stadtwerke, und Fabian El Cheikh, Leiter des Amts für Öffentlichkeitsarbeit, die gemeinsam als Geschäftsführer der Stadtmarketinggesellschaft agieren, zeigen sich zufrieden mit dem Endprodukt.

75 000 Exemplare wurden gedruckt, inklusive Kosten für die mit der visuellen Umsetzung beauftragte Agentur U9, Werbung und Vertrieb liegt der Stückpreis bei 1,28 Euro. 96 000 Euro hat sich die Stadt die Broschüre also kosten lassen. Damit die jetzt auch unter die Leute kommt, haben sich die Verantwortlichen entschieden, ihre Zielgruppe auf mehreren Wegen zu erreichen. So liegt das Heft nicht nur in teilnehmenden Läden, im Infocenter im Salzgäßchen und an anderen Stellen aus, gleichzeitig setzt man auf Promotionsteams, die an stark frequentierten Orten mit den Magazinen unterwegs sein werden. Zudem wird ein Teil der Exemplare an Haushalte im Kreis und in Offenbachs Neubaugebieten direkt verteilt. Gerade für Menschen von außerhalb gebe es in Offenbach schließlich einiges zu entdecken, sagt Oberbürgermeister Felix Schwenke. „Das Magazin lohnt sich auch für Offenbacher. Ich wette, es gibt niemanden, der schon in allen 64 Läden war.“

Der OB ist stolz auf sein Team, das innerhalb kurzer Zeit erneut ein solches Projekt gestemmt hat. Dabei ist ihm eines besonders wichtig: Wie die vorherigen Aktionen gehe der Einkaufsführer Hand in Hand mit dem Zukunftskonzept Innenstadt, auch wenn alle Stadtteile vertreten seien. Die einzelnen Projekte selbst sind miteinander verzahnt, auch um nachhaltig zu wirken. „Wir wollten nicht einfach irgendwie Geld verteilen“, sagt Schwenke. Und es klappt. Das bestätigt zumindest Stefan Becker, Geschäftsführer von M. Schneider und ebenfalls Mitglied von „Offenbachs großes Herz“: „Die Leute finden’s super.“ Und auch die Tatsache, dass sich so viele Betriebe dem Verbund angeschlossen hätten, spreche dafür.

In Sachen Unterstützung für lokale Betriebe soll es das in diesem Jahr noch nicht gewesen sein: „Wir wollen noch etwas für den Wochenmarkt tun“, verrät Regina Preis. Schwenke ergänzt: „Und wir wollen zu denjenigen Städten gehören, die einen Weihnachtsmarkt ermöglichen.“ Damit es dann im Januar gleich wieder einen Grund gebe, in die Innenstadt zu kommen, sei zudem eine Eisbahn geplant. (Von Lena Jochum)

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