Radweg-Provisorium geplant

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Offenbach - Ein Provisorium, das 120.000 Euro kosten soll? Das macht stutzig im klammen Offenbach.

Weshalb die CDU auch gegen das Vorhaben der Stadtregierung wettert, am Goethering – zwischen der EVO-Einfahrt und dem Nordring – einen provisorischen Rad- und Gehweg samt Parkstreifen anzulegen. „Die Ausführung erfolgt vorerst nur provisorisch im Hinblick auf den später geplanten Endausbau des Goetherings“, heißt es in der Magistratsvorlage. Mit diesem Ausbau sei aber aufgrund der Finanzsituation in den nächsten fünf bis sechs Jahren nicht zu rechnen. Bei der Stadt hält man den Ausbau in Fortführung des bestehenden Rad- und Gehwegs zwischen Bettinastraße und EVO-Einfahrt für notwendig, um die Anbindung an den Nordring zu verbessern.

Die Union ist da anderer Meinung: „Wir sehen darin keinen Sinn. Die Gelder können sinnvoller verwendet werden“, ist Fraktionsvize Roland Walter überzeugt, der sich mit einem Fraktionsarbeitskreis an Ort und Stelle informiert hat. Das Vorhaben könne warten, bis der Endausbau des Goetherings in Angriff genommen werde. Da die Finanzierung des Projekts aus Haushaltsausgaberesten vorgesehen sei, müssten diese nicht mehr vom Regierungspräsidenten genehmigt werden, so Walter. Das Geld eignet sich seiner Ansicht nach „hervorragend zur weiteren Finanzierung der Kampfmittelräumung und des Ausbaus des Pausenhofs der Beethovenschule“, schließt Walter.

(mad)

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