Tagelöhner in der Nähe des Wilhelmsplatzes

Stadtpolizei kontrolliert Arbeiterstrich

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Jeden Morgen versuchen sie ihr Glück an der Bieberer Straße/Ecke Friedrichstraße aufs Neue: Osteuropäische Tagelöhner warten darauf, dass sie ein Kleinbus zur nächsten Baustelle bringt. Wer keine Arbeit findet, bleibt meist dort stehen, trinkt und lärmt. Die Anwohner sind genervt.

Offenbach - Nach Beschwerden von Anwohnern über den Arbeiterstrich rund um die Kreuzung Bieberer Straße/Friedrichstraße kontrolliert die Stadtpolizei das Areal derzeit täglich.

Ein Bericht über die Zustände an der Ecke Bieberer Straße/Friedrichstraße in der Nähe des Wilhelmsplatzes hat offenbar Wirkung gezeigt: Wie die Stadt Offenbach heute mitteilte, wird das betroffene Areal nun täglich von der Stadtpolizei kontrolliert.

Hintergrund der Maßnahme sind Beschwerden von Anwohnern über osteuropäische Tagelöhner, die dort tägliche ihre Dienste als billige Arbeitskräfte anbieten. Wer keine Arbeit findet, bleibt meist dort stehen, trinkt und lärmt. Einige Anwohner äußerten unserer Zeitung gegenüber ihren Unmut über Verschmutzungen, Lärm und betrunkene Männer.

Seit vergangenem Montag kontrolliere die Stadtpolizei den Arbeiterstrich täglich: „Wir wollen und wir werden den Unordnungserscheinungen dort Herr werden“, so Peter Weigand, Leiter des Ordnungsamtes. Schwierig sei allerdings, eine Alkoholverbotszone dort durchzusetzen, da in Hessen solche Aufenthaltsverbote weder mit einer Verfügung der Stadt noch mit der Gefahrenabwehrverordnung möglich seien.

Unterkünfte von rumänischen Arbeitern

Weigand verweist in diesem Zusammenhang auf ein Urteil des Hessischen Verwaltungsgerichtshofes von 2014 und sieht das Land Hessen in der Pflicht, gesetzliche Grundlagen für ein Alkoholverbot auf bestimmten öffentlichen Plätzen zu schaffen: „Dann hätten die Stadtverordneten in Offenbach die Möglichkeit, hier eine politische Entscheidung zu treffen, falls sie es wollen in einzelnen Bereichen Alkohol in der Öffentlichkeit zu verbieten“. (nb)

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