An den Eichen

Ärger im Neubaugebiet: Anwohner fühlen sich übergangen

Diese Fläche im nördlichen Teil des Wohngebiets An den Eichen wird auf jeden Fall hergerichtet. Ob sie künftig auch als Buswendeschleife dient, ist noch offen.
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Diese Fläche im nördlichen Teil des Wohngebiets An den Eichen wird auf jeden Fall hergerichtet. Ob sie künftig auch als Buswendeschleife dient, ist noch offen.

Ärger im Neubaugebiet An den Eichen in Offenbach: Anwohner werfen dem Baudezernent vor, sich nicht an Vereinbarungen zu halten. Er spricht von einer unglücklichen Kommunikation.

Offenbach – Anwohner der angedachten Buswendeschleife im Neubaugebiet An den Eichen fühlen sich bei den Planungen übergangen und werfen Baudezernent Paul-Gerhard Weiß vor, sich nicht an Vereinbarungen zu halten. Der spricht von „Pech in der Kommunikation“ und versichert, der Standort der Wendeschleife sei noch nicht beschlossen, ein Gespräch mit den Betroffenen über die möglichen Varianten werde noch stattfinden. Auslöser der Ärgers bei den Anwohnern war ein Ortstermin Anfang August, bei dem keiner von ihnen eingeladen war.

„In einem Gespräch mit dem Vorarbeiter der Straßenbaugesellschaft haben wir nun erfahren, dass die Arbeiten für die Buswendeschleife in etwa sechs Wochen beginnen werden“, heißt es nun unter anderem in einem aktuellen Schreiben von fünf Familien an den Magistrat. Auch aus anderen Quellen habe man vernommen, dass die Umsetzung kurz bevorstehe.

Weiß kann gestern die Befürchtungen entkräften. Die demnächst anstehenden Arbeiten beträfen die dortige Verkehrsfläche, die ohnehin hergerichtet werden müsse. Weiß: „Das hat mit der Buswendeschleife zunächst mal nichts zu tun.“ Im Übrigen sei ein Zwischenbescheid an die Anwohner zum Stand der Dinge für die nächste Woche geplant gewesen. „Wir wollen ihnen damit die Ängste nehmen“, so Weiß. Das aktuelle Ärger-Schreiben der Betroffenen habe sich damit überschnitten.

Bei den Planungen für die Wendeschleife gehe man derzeit alle Möglichkeiten durch und erhebe Grundlagen für in Frage kommenden Varianten. „Über diese Varianten werden wir mit den Anwohner dann Gespräche führen“, verspricht der Stadtrat.

In ihrem jüngsten Schreiben an den Magistrat fügen die Anwohner ihren bisherigen Bedenken gegen den Standort im Wohngebiet, die sich auf die beengten verkehrlichen Gegebenheiten und auf Sicherheitsaspekte beziehen, weitere hinzu: Die Stadt Mühlheim habe ebenso wie Offenbach ein Interesse an einem zusätzlichen S-Bahnhof, um die Polizeischule und ein geplantes Wohngebiet anzuschließen. „Demnach wäre eine verfrühte Festlegung auf den Standort unvorteilhaft, sollten sich diese Pläne konkretisieren. Es wäre dann ein Busbahnhof etwa ein Kilometer vom geplant anzuschließenden S-Bahnhof errichtet worden, was zu weiteren Fragen führen würde“, heißt es.

Falls es doch nicht zu einem Gespräch mit der Stadt kommen sollte, wollen die Anwohner die Offenlegung des Planungsstandes zum Umfang des Projekts beantragen. (Von Matthias Dahmer)

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