Standortvorteil Offenbach

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OB Horst Schneider (Mitte), Dr. Jörg Bültermann (links) und Matthias Knoblich vor einer Kuvertiermaschine, die pro Stunde bis zu 10 000 Briefe schafft.

Offenbach - Offenbach freut sich über neuen Firmenzuwachs aus Frankfurt-Fechenheim. Mitte Juni hat sich die Bertelsmann-Tochter Arvato mit 38 Mitarbeitern an der Schumannstraße 164 niedergelassen. Für die Stadt und besonders deren Wirtschaftsförderung ein voller Erfolg. Von Ronny Paul

Am neuen Standort trifft sich Oberbürgermeister Horst Schneider mit der Niederlassungsleitung zu einem ersten Gespräch und zu einer Begehung des Unternehmens. Auch der OB begrüßt den Standortwechsel und hofft, dass weitere Betriebe den gleichen Weg einschlagen. Vom Dienstleistungsumfang des Bertelsmann-Ablegers zeigt er sich beeindruckt.

Arvato ist als international vernetzter Outsourcing-Dienstleister ein wichtiger Bestandteil der „großen Mutter“ aus Ostwestfalen. Mit weltweit mehr als 63 000 Mitarbeitern in 39 Ländern macht Arvato personell den Löwenanteil in der Bertelsmann-Gruppe aus. Auch der Kundenstamm liest sich wie das „Who’s Who“ deutscher und internationaler Großfirmen: Volkswagen, Vodafone, Microsoft, Google oder Esso gehören dazu.

Arvato übernimmt für seine Kunden die Navigation über Finanz-, Marketing-, und Distributionsprozesse. Auch Kundenpflege und Lieferkettenmanagement gehören zum Angebotsportfolio. Von den Dienstleistungen bekommt der Endverbraucher meist nichts mit. „Wir achten darauf, im Hintergrund zu agieren und für den Kunden unserer Auftraggeber quasi unsichtbar zu bleiben“, definiert Dr. Tim Busse, Bereichsleiter Vertrieb, die Firmenphilosophie. „Immer wo Dienstleistungen im Hintergrund gemacht werden müssen, sind wir da“, fügt er an.

Die Wirtschaftsförderung der Stadt, vertreten durch Amtsleiter Jürgen Amberger, hofft auf eine Signalwirkung für andere Unternehmen. Er wünscht sich Firmen, die den gleichen Weg einschlagen und von Frankfurt nach Offenbach übersiedeln. OB Schneider fühlt sich durch den Umzug in seiner Überzeugung bestätigt, dass Offenbach einige entscheidende Standortvorteile gegenüber anderen Städten der Region biete.

Die Umsiedlung war laut Bereichsleiter Dr. Jörg Bültermann gezielt, da es am neuen Standort wesentlich günstigere Bedingungen für das Unternehmen gebe als am früheren Sitz in Fechenheim. Nicht nur die optimale Verkehrsanbindung und die schnellen Internet-Glasfaserleitungen, sondern auch die Immobilie an der Schumannstraße selbst seien ausschlaggebend für die Umsiedlung gewesen.

Allein die neue Klima- und Heizungsanlage des Gebäudes biete für die Mitarbeiter in der Produktion wesentlich angenehmere Bedingungen als zuvor in Frankfurt, freut sich Produktionsleiter Matthias Knoblich und verspricht sich davon weniger Krankheitsausfälle. Auch die Nähe zum DHL-Briefzentrum spart, bei dem täglich hohen Briefvolumen der Firma, vor allem Zeit. „Wir können durch die Nähe zum Briefzentrum bis kurz vor 17 Uhr weiterarbeiten und dadurch entsprechend mehr Briefe verschicken“, erklärt Busse.

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