Stau nach OFC-Spiel

Trennung der Fans wichtiger als Verkehr

Offenbach - Trotz beträchtlicher Staus nach dem Kickersspiel am Samstagnachmittag hält die Polizei an ihrer Einsatztaktik fest. „Fantrennung geht vor Verkehrsfluss“, so bringt es Sprecher Henry Faltin auf den Punkt. Von Markus Terharn

Im Klartext: Gastiert ein Verein am Bieberer Berg, der viele Anhänger mitbringt, ist das Auseinanderhalten gegnerischer Lager oberstes Gebot – „vor und vor allem nach dem Spiel“, unterstreicht Faltin. Das gilt auch, wenn es so friedlich abgeht wie beim Kick gegen Karlsruhe: Zwei der etwa 1500 Gäste wurden vor Anpfiff festgenommen; beim Abmarsch registrierten die Beamten keine besonderen Vorkommnisse.

Auch künftig bleibt es laut Faltin dabei, dass Gästefans zu Fuß über Bierbrauer- und Lämmerspieler Weg zum Ostbahnhof geführt werden, zumal wenn Sonderzüge eingesetzt sind. „Der Weg hat sich bewährt, weil er durch ein Gebiet mit wenig Wohnbebauung und viel Gewerbe führt, wo am Samstag die Arbeit ruht.“ Für Autos bleibt diese Route zu, bis der letzte Fan durch ist.

Den stockenden Abfluss der Autos und Busse über die Bieberer Straße erklärt Faltin mit Datum und Uhrzeit: „Wir können die Ampel an der Kreuzung mit Rhön- und Unterer Grenzstraße nicht abschalten, weil da am Samstagnachmittag Verkehr aus allen Richtungen herrscht. Der Rückstau wird hinnehmbar sein müssen...“

Von der Schleichwegsuche rät der erfahrene Polizist ab: „Das wird ein Langsamweg, der – nomen est omen! – am Schneckenberg vorbeiführt“, wagt er ein Wortspiel. Im Interesse einer „kontaktfreien“ Fanführung nehme es die Polizei lieber in Kauf, dass die umliegenden Straßen gesperrt blieben. Dazu trage auch der Zaun am Leonhard-Eißnert-Park bei, der den „Renn- und Versteckspielen“ zwischen Fußballfans und Ordnungshütern im Wald ein Ende gesetzt habe.

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