Fünf Prozent Mieterhöhung: Kosten werden anteilig umgelegt

GBO steckt 8,4 Millionen ins Energiesparen

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Hier saniert die GBO.

Offenbach - Die Gemeinnützigen Baugesellschaft Offenbach (GBO) rüstet weitere Gebäude auf sparsamen Energieverbrauch um. Wo, das verraten seit zwei Wochen neue Bauschilder an den jeweiligen Adressen.

An insgesamt 410 Wohnungen in 16 Liegenschaften vor allem im Nordend Offenbachs lässt die GBO in den nächsten Wochen über das Förderprogramm „Effizient Sanieren“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sanieren. Dabei werden je nach Bestand Fassaden, Kellerdecken, Dächer oder oberste Geschossdecken gedämmt. Zudem werden alte Fenster durch solche mit Wärmeschutzverglasung ersetzt, Hauseingänge erneuert und ein hydraulischer Abgleich der Heizungsanlagen vorgenommen.

Die GBO-Häuser in der Mühlheimer Straße 340-342 bekommen außerdem eine Holzpellet-Heizungsanlage, die Gebäude an der Konrad-Adenauer-Straße 28-28a eine Solaranlage zur Brauchwassererwärmung. Der erste Teil der Sanierungsarbeiten hat bereits Anfang Juli begonnen; der zweite startet in diesen ersten Augustwochen. Je nach Größe der Wohnanlage werden die Arbeiten zehn bis zwölf Wochen dauern. Das Gesamtvolumen der Maßnahmen des Sanierungspaketes 2013 beträgt 8,42 Millionen Euro. Der Bund unterstützt die energetische Sanierung von Wohngebäuden. Für ihr Projekt nimmt die GBO zinsgünstige Mittel aus den Sanierungsprogrammen der KfW in Anspruch.

Bereits 2006 und 2009 hat die GBO Liegenschaften energetisch saniert. 21,29 Millionen Euro flossen in 910 Wohnungen. Ziel ist, den Energieverbrauch für Heizung, Warmwasser und Lüftung zu reduzieren und so den CO2-Ausstoß zu minimieren. In den vergangenen Jahren ließen sich Energieeinsparungen von durchschnittlich 43 Prozent erzielen. Angesichts niedrigerer Heizkosten profitierten die Mieter von den Sanierungsarbeiten, will die GBO einen finanzielle Auswirkung versüßen: Da es sich um eine den Wert verbessernde Maßnahme handelt, werden die Sanierungskosten anteilig auf die Miete umgelegt. Per Gesetz kann die Miete in einem solchen Fall um bis zu elf Prozent erhöht werden. Die GBO beschränkt sich jedoch auf eine Mieterhöhung um durchschnittlich fünf Prozent.

tk

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