Offenbach steht zu seinen Ecken und Kanten

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Weil die Cavus-Bäckerei an der Sandgasse künftig auch Fein- und Süßgebäck herstellen will, wurde Erol Cavus von Wirtschaftsförderer Jürgen Amberger (im Hintergrund) gleich um eine leckere Spende fürs Sommerfest der Kreativwirtschaft gebeten. Gemeinsam mit OB-Gattin Konstanze Schneider schnitt der Geschäftsmann die Torte an.

Offenbach - Beim Sommerfest der Kreativwirtschaft im Gründercampus Ostpol wurde die eigens entwickelte Marketingstrategie und eine neue Broschüre vorgestellt. Von Simone Weil

„Hier ist alles etwas annerster.“ Mit diesem Bekenntnis zum Hessischen wird sich die Kreativwirtschaft der Stadt künftig Interessenten vorstellen, die sich am Main ansiedeln wollen. Ein funkelnagelneuer Prospekt wirbt unter dem Motto „Eine Idee kreativer“ und „Hier leben Ideen“ für Offenbach. Vorgestellt wurde die Broschüre beim dritten Sommerfest der Kreativwirtschaft im Gründercampus Ostpol an der Hermann-Steinhäuser-Straße.

Das Marketingkonzept, das dem ansprechenden und originellen Katalog zugrunde liegt, stammt von der Werbeagentur „hilt griesbaum“. Jochen Griesbaum skizzierte das Bild einer lebendigen, multikulturellen, „authentischen“ Stadt mit Ecken und Kanten. Günstige Mieten, ungewöhnliche Ausgehmöglichkeiten und eine Prise Subkultur machen sie interessant für Kreative, glaubt der Werbefachmann.

Offenbach dreimal Gründerstadt Nummer eins

Insgesamt 150.000 Euro lässt sich die Stadt Konzept und Umsetzung der Werbestrategie kosten. Jeweils 100.000 Euro stehen der Wirtschaftsförderung in den folgenden vier Jahren für die Vermarktung zur Verfügung. Dem allerersten Produkt der Kampagne soll bis zum Jahresende der Internetauftritt folgen. Außerdem sind Dialoge in diversen Internetforen geplant. Große Aufmerksamkeit verspricht sich der Chef der an der Kaiserstraße ansässigen Werbeagentur auch von der Stiftungsprofessur zum Thema „Kreativität im urbanen Kontext“, die ab September für fünf Jahre an der Hochschule für Gestaltung angesiedelt ist.

Zu den weiteren Gründen, die für Offenbach als Unternehmensstandort sprechen, zählt Griesbaum die Tatsache, dass Offenbach wegen der meisten Gewerbeanmeldungen dreimal Gründerstadt Nummer eins wurde.

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