Stellenabbau

Rund 500 Jobs fallen bei Siemens weg

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Offenbach - Bei Siemens in Offenbach sollen offenbar mehr als die ursprünglich geplanten 200 Stellen abgebaut werden. Das berichtete gestern Abend Marita Weber, 1.  Bevollmächtige der IG Metall in Offenbach, auf Anfrage unserer Mediengruppe.

Wie wir aus Werkskreisen erfahren haben, geht es um 470 Stellen, die zur Disposition stehen. Siemens möchte in der Abteilung Kraftwerksbau im Energie-Sektor des Konzerns sparen.

Ein Siemens-Sprecher bestätigte, dass mit den Mitarbeitern in Offenbach über einen geplanten Stellenabbau bis zum Jahr 2016 gesprochen wurde. Er wollte aber keine Zahlen nennen. Betroffen sei der Bereich Energy Solutions, der Gas- und Dampfkraftwerke baut. Gespräche zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat sollen demnach in Kürze beginnen.

Insgesamt 1300 Menschen beschäftigt

Siemens beschäftigt in Offenbach nach eigenen Angaben insgesamt 1300 Menschen. Der Stellenabbau im Energiesektor ist Teil eines großangelegten Sparprogramms, mit dem das Unternehmen bis zum Jahr 2014 sechs Milliarden Euro einsparen will.

„Der Gesamtbetriebsrat wurde zu Wochenbeginn über mehrere Sparmaßnahmen informiert“, hatte zuvor IG-Metall-Sprecher Hagen Reimer der Zeitung „Münchner Merkur“ bestätigt . In der Abteilung Kraftwerksbau im Energie-Sektor des in den München ansässigen Konzerns sollen demnach mehrere hundert Stellen an den Standorten Erlangen, Offenbach und Wien gestrichen werden.

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Die IG Metall kritisierte die Informationspolitik von Siemens. „Was wir mit Sorge betrachten ist die Salamitaktik bei der Bekanntgabe der Sparmaßnahmen - es hört und hört nicht auf“, sagte Reimer. Die Beschäftigen im gesamten Konzern seien inzwischen „ziemlich alarmiert, weil das Gefühl aufkommt, dass es jeden treffen kann“.

psh/dr

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