RMV stellt Weiche für elektronisches Fahrkartensystem

Offenbach (psh) ‐ Ein Einnahme-Plus von 24 Millionen Euro, sieben Millionen mehr Personenfahrten - der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) ist stolz auf sein Ergebnis für 2010. Im neuen Jahr heißt es unter anderem: mehr Service und Vorfahrt fürs „elektronische Ticketing“, das E-Ticket.

RMV-Geschäftsführer Knut Ringat machte gestern bei einer Pressekonferenz deutlich, dass er vehement auf den Ausbau des elektronischen Fahrkartenverkaufs setzt, der es sogar in der Endstufe ermöglichen soll, fast überall in Deutschland Tickets für Busse und Bahnen bargeldlos per Handy, iPhone und Co. zu erwerben. Nachdem mittlerweile im gesamten Verbund das Handy-Ticketing eingeführt ist, mit dem man mittels eines Mobiltelefons vor Fahrtantritt ein Ticket kaufen kann, soll jetzt die elektronische Zeitkarte kommen: „Diese RMV-Chipkarte kann zunächst als Jahreskarte aufgeladen werden, in einem zweiten Entwicklungsschritt wechselweise als Wochen-, Monats- oder Jahreskarte - je nachdem wie die Kunden es wünschen“, so Ringat.

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Wer eher spontan mit Einzelfahrkarten unterwegs ist, kann bereits die RMV-App für das iPhone nutzen. Die Zahl der angemeldeten und aktiven Nutzer hat sich laut RMV 2010 verzehnfacht, der Umsatz verfünffacht. Seit einigen Tagen gebe es die RMV-App auch für Mobiltelefone mit einem Android-Betriebssystem. 2011 soll das Handy-Ticket auf mobile Endgeräte mit Symbian- und Windows7-Betriebssystemen sowie RIM Black-Berry-Smartphones ausgeweitet werden.

Unterdessen kommt der Aufbau einer Servicestation des Forschungsprojekts Elektromobilität in Offenbach (von März bis Juni am Marktplatz) in Schwung. Zwei Elektroautos und 15 Pedelecs (Elektroräder) können dann dort ausgeliehen werden.

Rubriklistenbild: © dpa

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