Vom Stich- zum Rundweg

Neuer Anlauf zur gärtnerischen Gestaltung des Schlossparks

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Archivbild: Säuleneiche im Schlosspark

Rumpenheim - Das nötige Geld liegt schon seit Jahren bereit, mangelnder Umsetzungswille aber bremste das Vorhaben seit 2010 immer wieder aus. Nun soll ein Antrag von SPD, Grünen und Freien Wählern dafür sorgen, dass in Sachen Rumpenheimer Schlosspark endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden.

„Der Magistrat wird aufgefordert, die im Jahr 2010 beschlossene Maßnahme (...) noch im laufenden Jahr umzusetzen.“ So lautet der den Rumpenheimer Schlosspark betreffende Antrag von SPD, Grünen und Freien Wählern, über den die Stadtverordnetenversammlung kommende Woche abstimmen soll. Konkret geht es um die Erschließung der dortigen Zarenlinde mit Rundbank und -gang sowie um die Erschließung des Aussichtshügels. Parallel dazu soll eine Abstimmung über die Gehölzentwicklung der benachbarten Flächen entscheiden.

Die BI Rumpenheim hatte im Zuge einer Bürgerfragestunde vergangenen März auf die bislang ausgebliebene Umsetzung der bewilligten Arbeiten hingewiesen. Wie der Magistrat einräumen musste, seien diese aufgrund personeller Schwierigkeiten trotz bereits vorhandener Haushaltsmittel von rund 90.000 Euro auf dem städtischen Produktkonto Gärtnerische Gestaltung Schlosspark Rumpenheim nicht in Angriff genommen worden.

War in der Diskussion um die Erschließung der Zarenlinde bislang jedoch von einem Stichweg die Rede, soll das Parlament nun die Erschließung mittels Rundweg beschließen. Begründung der Antragsteller: Sowohl die Untere Denkmalbehörde als auch die BI Rumpenheim lehnten den ursprünglich angedachten Stichweg mit Nachdruck ab.

Alle fachlichen Aspekte sprächen für einen Rundweg, der einen zweiseitigen Zugang zur Linde ermögliche. Die für die Umgestaltung des Schlossparks seit fünf Jahren bereit liegenden Mittel würden auch für den Rundweg ausreichen. „Der Weg sollte lediglich einen wasserfesten Belag erhalten, so dass kein wesentlicher Eingriff in die ökologische Bilanz erfolgt“, heißt es. Die zu erwartenden Kosten lägen bei rund 60.000 Euro.

Von Seiten der CDU gab es Lob für die Initiative der Koalition. In der Vergangenheit seien die Unions-Vorstöße zur Umsetzung der Pläne, so Stadtverordneter Tobias Männche, von Koalition und Magistrat regelmäßig abgeblockt worden. Nun endlich solle das Geld seinen Zweck erfüllen. „Vielleicht klappt‘s endlich mal“, so Männche. (jb)

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