Stiftung Leben mit Krebs spendet dem Ketteler-Krankenhaus

Stolze Summe von 10.500 Euro errudert

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Zur symbolischen Scheckübergabe trafen sich Krankenhausgeschäftsführer Gerd Kath, Pflegeleiterin Angelika Heckenthaler, Stefan Grünewald-Fischer von der Stiftung Leben mit Krebs und Chefarzt Dr. Stephan Sahm (von links).

Offenbach - Als im vergangenen September 76 Doppelvierer samt Steuerleuten auf dem Main um Siege ruderten, ging es nicht nur ums Gewinnen. Es wurden auch Spenden für das onkologische Zentrum des Ketteler-Krankenhauses gesammelt. Von Steffen Müller 

Gestern wurde der symbolische Scheck aus der Aktion „Rudern gegen Krebs“ überreicht. 10.500 Euro sind bei der vergangenen Regatta zusammen gekommen. Eine stolze Summe, wie Stefan Grünewald-Fischer von der Stiftung Leben mit Krebs, verkündet. Allerdings: „Beim Betrag ist noch viel Luft nach oben.“
Was Grünewald-Fischer meint: Die Stiftung ist permanent auf der Suche nach Sponsoren, die an der Ruderregatta teilnehmen wollen. „In Offenbach fehlt leider ein bisschen die Bereitschaft von Unternehmen und der Wirtschaft.“ Dabei würden Unterstützer für nur 500 Euro automatisch ein Boot zur Verfügung gestellt bekommen, um an dem Wettbewerb mitmachen zu können.

Was das Ketteler-Krankenhaus mit der Spende anfangen wird, weiß Chefarzt Dr. Stephan Sahm bereits. Unter anderem fließt ein Teil der Summe in die Sportgruppen des Klinikums, die von Krebspatienten besucht werden. „Dieses Angebot ist wichtig für die Betroffenen, damit sie wieder ins Leben einrasten können.“ Da die zwei Tumorzentren der Klinik stark frequentiert seien, sei die finanzielle Hilfe durch die Stiftung sehr wichtig.

Archivbilder

„Rudern gegen Krebs“ auf dem Main: Bilder

Leben mit Krebs ist bundesweit aktiv, um die Erkrankung ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. „Das ist unsere zentrale Aufgabe. Es geht darum, dass die Betroffenen sich nicht alleine gelassen fühlen“, erklärt Grünewald-Fischer. Seit 13 Jahren veranstaltet die Stiftung in ganz Deutschland Ruderregatten. Als ausrichtender Partner wurde in Offenbach der Wassersportverein Bürgel gefunden. „Die Leistung des WSV ist nicht hoch genug einzuschätzen“, dankte Sahm. „Der Verein trägt bei der Organisation die Hauptlast.“ 120 Freiwillige hatte der WSV für die vergangene Regatta aufgeboten und konnte sich dabei auch auf Mithilfe benachbarter Vereine stützen.

In den Booten sitzen nicht nur Mitarbeiter von Firmen und Mitglieder von Vereinen, sondern auch Krebspatienten selbst. Dass an der Strecke am Main immer viele Besucher den Sportlern zujubeln, hilft den Ruderern, für ein paar Stunden ihre schwere Krankheit zu vergessen. ‘ www.stiftung-leben-mit-krebs.de

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