Stiftung spendiert Stipendium

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Die ausgezeichneten Jugendlichen mit Paten und Stiftern: Emam Hussein Patvary, Shabnam Mohammadi, Alev Yildiz, Muammer Cevik, Ziar Mohammadi, die Paten Steffen Bickel, Erik Hofmann, Andrea Osterdiek und Svenja-Heike Müller, Dekanin Eva Reiß, Stiftungsvorsitzender Winfried Männche, Kuratoriumsvorsitzende Eva Dude, Anja Harzke und Jörg Meyer (Patenschaftsmodell).

Offenbach (tk) - Muammer, Ziar, Shabnam, Alev und Emam besitzen jetzt je einen Computer und bekommen ein Jahr lang jeden Monat 100 Euro. Beides soll ihnen erleichtern, den Realschulabschluss zu machen. Zu verdanken haben sie die Gaben der Bürgerstiftung Offenbach.

Diese, 2008 von der Stadtwerke Offenbach Holding gegründet und mit 250.000 Euro Stiftungskapital ausgestattet, soll „außerordentliche Projekte in Offenbach in bürgerlicher Eigenverantwortung unterstützen und den Selbsthilfegedanken fördern“.

Den Zweck erfüllt sah das zuständige Kuratorium beim Patenschaftsmodell Offenbach. In diesem Projekt helfen Paten jungen Leuten mit ausländischen Wurzeln, den Hauptschulabschluss abzulegen. Das jetzt mit Schülerstipendien bedachte Quintett hat im vergangenen Schuljahr mit guten und sehr guten Leistungen den Abschluss gepackt.

Einen Realschulabschluss anstreben

Aufgrund der finanziellen Situation ihrer Familien ist es ihnen jedoch nicht möglich, ohne weiteres einen Realschulabschluss anzustreben. Um das Engagement der jungen Leute zu würdigen und ihre Familien zu unterstützen, haben ihre Paten und Patinnen vom Offenbacher Modell sie für das Stipendium der Bürgerstiftung Offenbach vorgeschlagen.

„Für die Mädchen und Jungen ist es nicht immer einfach, in einer anderen Sprache und anderen Kultur einen qualifizierten Schulabschluss zu machen“, sagte Stiftungsvorsitzender Winfried Männche. Im Juni 2011 beschloss das Kuratorium der Bürgerstiftung, das Patenschaftsmodell finanziell zu unterstützen. So stellt sie pro Schuljahr bis zu fünf Stipendien zur Verfügung, um Schülerinnen und Schülern aus finanziell benachteiligten Familien den Abschluss der mittleren Reife zu ermöglichen. In diesem Schuljahr fließen 9000 Euro.

Patenschaftsmodell Ausbildung Offenbach

Das Patenschaftsmodell Ausbildung Offenbach (PMO) ist ein Kooperationsprojekt des Evangelischen Dekanats und des Jugendamts. Es basiert auf dem freiwilligen Engagement vieler Ehrenamtlicher aus der Offenbacher Bürgerschaft und aus diversen Wirtschaftsunternehmen aus dem Rhein-Main-Gebiet. Seit 2004 bringt es ehrenamtliche Patinnen und Paten mit Hauptschülern der 8. und 9. Klassen zusammen. Die Paten, die fest im Beruf stehen oder ihr Berufsleben hinter sich haben, begleiten, beraten und fördern einen Schüler oder eine Schülerin. Im Juni erhielt es den Integrationspreis der Stadt.

Projektleiter Jörg Meyer sieht in der Vergabe des Stiftungs-Stipendiums auch die Würdigung des Projekts und mit ihr die Anerkennung der Arbeit der Patinnen und Paten, die die Schülerinnen und Schüler für die Auszeichnung vorgeschlagen haben. Weitere Infos unter: www.patenschaftsmodell-of.de

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