Stipendium für Erasmus-Schule

Offenbach (mcr) ‐ Die Meldung ist bereits einige Tage alt, doch erst jetzt ist sie ruhigen Gewissens ohne ein dickes Fragezeichen zu veröffentlichen: Der zweite Erstklässler-Jahrgang der Offenbacher Erasmus-Grundschule kann kommen.

Nach einem Eklat über Kostenexplosionen beim städtisch finanzierten Umbau der Privatschulvilla am Dreieichring und dem eher mehr als weniger freiwilligen Abgang eines Stadtwerke-Holding-Managers gilt die für die Aufnahme einer weiteren Klasse nötige Fertigstellung der Gebäude bis August als gesichert. Das erweiterte Kostenbudget - 4,6 Millionen Euro - soll‘s richten.

Das richtet die Aufmerksamkeit auf jene, die die 300 Euro pro Monat für den Privatschulbesuch nicht zahlen können. Botschaft aus einer Informationsveranstaltung in der Industrie- und Handelskammer, bei der sich etwa 50 Eltern über die mehrsprachige Bildungseinrichtung mit reformpädagogischen Konzept in freier Trägerschaft informierten: Es gibt ein Stipendium.

Details für Eltern, Spender, Bewerber im Internet:

Ok Kids

Erasmusschule

Allerdings tatsächlich nur dieses eine. Wer es haben will, muss bis spätestens 31. März nachweisen, dass er berechtigt ist. Wichtigste Bedingung ist, dass der Bewerber die städtischen Anforderungen auf die zumindest teilweise Übernahme von Hort- und Essensgeld erfüllt. Das sei „mit hoher Wahrscheinlichkeit erfüllt, wenn eine Familie schon heute bei den Kindergartenbeiträgen städtische Zuschüsse erhält“, erklärt Thomas Hartmann, Vorsitzender des OK Kids-Vereins. Mehr Stipendien seien leider nicht drin gewesen. „Natürlich werben wir weiterhin intensiv um Spenden für die Förderung, was in der jetzigen Wirtschaftslage allerdings nicht einfach ist.“

Und dabei ist das Schulkonzept besonders verlockend. Die vergangenes Jahr mit 25 Schützlingen gestartete Grundschule soll das Angebot der etablierten städtischen Schulen ergänzen. Etwa durch den systematischen Spracherwerb in Englisch und Spanisch nach der Immersionsmethode oder die extra lange Ganztagsbetreuung, die bei Bedarf bis 18 30 Uhr dauert – selbst im ebenfalls zum Erasmus-Bildungshaus gehörenden Kindergarten samt Krabbelstube. Für den Kindergarten werden nur Gebühren nach dem städtischen Schlüssel fällig.

Rubriklistenbild: © pixelio

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