Kommentar: Salafisten die Stirn bieten

Endlich beschäftigen sich auch Lehrer verstärkt mit gewaltbereiten Salafisten, die auf Schulhöfen in Rhein-Main Nachwuchs anwerben. Heute nehmen Schulleiter aus der Region an einer Fortbildung teil, die vielen die Augen öffnen wird. Von Peter Schulte-Holtey

Aber auch Landespolitikern sollte inzwischen klar geworden sein, dass mehr als Appelle notwendig sind. Dabei lohnt ein Blick nach Nordrhein-Westfalen. In Düsseldorf, Bonn und Bochum werden Anlaufstellen für vom Salafismus gefährdete Jugendliche eröffnet. Ziel des Präventionsprojektes ist es, den Einstieg junger Menschen in die extremistische Szene zu verhindern. Es stimmt! Mit der Unterstützung von Imamen, Sozialarbeitern und Berufsberatern könnten junge Menschen davor bewahrt werden, in die Radikalisierungsfalle zu laufen.

Auch in Hessen wird es höchste Zeit für ein ähnliches Präventionsprojekt, das vor allem Lehrer unterstützen sollte. Für Sympathisanten des Salafismus und deren Angehörige sollten in den Beratungsstellen individuelle Auswege aus Problemlagen entwickelt werden; dazu gehören Angebote bei schulischen Krisen ebenso wie psychologische und berufliche Hilfestellungen. Es wird höchste Zeit für Antworten auf die Salafisten-Kampagne.

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