Strafzettel für Stinker

Der Geruch nach Drei-Tage-Schweiß vom Mann drei Reihen hinter mir in der S-Bahn ist so stark, dass ich weder mein Buch weiterlesen noch mein Brötchen essen kann. Ich finde, Stinker sind eine Belästigung, die bestraft gehört.

Und so sollten die sich vor Seife und frischen T-Shirts-scheuenden Typen, die ihre Mitmenschen in öffentlichen Verkehrsmitteln und Räumen mit ihrem Mangel an Hygiene zum Würgen bringen, Strafzettel bekommen. Das gleiche gilt überhaupt für ekliges Benehmen in öffentlichen Verkehrsmitteln wie: Pickel-Ausdrücken, Nasenpopel-Essen und (auch nicht schön) mit völlig geöffneten Mund Zungen zum Kuss kreisen lassen.

Viele mögen glauben, dass Körperhygiene eine persönliche Einstellung ist, aber sobald andere es riechen müssen und sie auch noch gezwungenermaßen so dicht dran sind, ist es ein öffentliches Ärgernis. Sich jeden Tag mit Seife unter die Achsel mit dem Waschlappen zu gehen, sollte doch Standard sein. Da gilt auch nicht die Ausrede „Ich schwitze mehr als andere“: Frischer Schweiß stinkt nicht! Und zum Pickel-Ausdrücken: Bitte nur allein vorm Spiegel. Ich will nicht Angst haben müssen, vom Eiter getroffen zu werden. Ekel-Kontrolleure wären super. Die würden dann sagen: „Sorry, Sie entsprechen nicht den Hygiene-Geboten unserer Bahnlinie. 20 Euro bitte.“ Oder „Hören Sie sofort auf, Ihre Popel zu essen, sonst kriegen Sie einen Monat Fahrverbot.“

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