Seitliche Straßen müssen saniert werden

Straßen am Wilhelmsplatz künftig mit Pollern geschützt? 

Erst sechs Jahre alt und schon sanierungsbedürftig. Auf den seitlichen Straßen des Wilhelmsplatzes – hier die östliche Piste – haben sich Spurrillen gebildet. Im Herbst wird repariert.

Offenbach - Für den Oberbürgermeister drängt sich das erneute Nachdenken über die Idee geradezu auf: Im Zuge von erforderlichen Reparaturen und mit Blick auf die der geplante Umgestaltung des Marktplatzes sollten die Zufahrten zu den seitlichen Straßen des Wilhelmsplatzes mit versenkbaren Pollern bestückt werden, meint Horst Schneider. Von Matthias Dahmer 

In den beiden Straßen werde zu schnell und zu viel gefahren. Es müsse eine Bevorrechtigung für Fußgänger geben. Deshalb würde er es begrüßen, wenn sich die Politik mit Marktbeschickern, Gastronomen und Anwohnern auf eine „100 Prozent technische Lösung“ einigen könnte. Nach dem Vorbild anderer Städte würde dann die Zufahrt zu den beiden Straßen nur noch jenen gewährt, die Chip oder Magnetkarte zum Versenken der Poller besitzen. „Ich bin Fan einer solchen Lösung“, sagt Horst Schneider.

Bis zum Herbst bleibt nun Zeit, darüber nachzudenken: Nach dem Ende der Außengastronomie-Saison nimmt die Stadt die sechs bis acht Wochen dauernde Sanierung der beiden erst vor sechs Jahren neu gepflasterten seitlichen Straßen des Wilhelmsplatzes in Angriff. Auf der westlichen Straße soll es losgehen. Auf beiden Strecken haben sich in Folge von Setzungen und Verschiebungen Spurrillen gebildet, was laut einem von der Stadt in Auftrag gegebenen Gutachten der mangelhaften Ausführung der Arbeiten geschuldet ist.

Diese Mängel wurden bei dem damals beteiligten Planungsbüro sowie bei der ausführenden Firma rechtzeitig, das heißt, vor der Verjährungsfrist, gerügt. Doch die Unternehmen weigerten sich, die Mängel auf ihre Kappe zu nehmen. Weil ein Gang vor Gericht ein jahrelanges Verfahren mit ungewissem Ausgang bedeutet hätte, hat sich die Stadt auf eine außergerichtliche Einigung eingelassen. Danach sieht die Kostenaufteilung bei der geplanten Sanierung wie folgt aus: Die Stadt Offenbach ist mit 49.500 Euro dabei, das damalige Planungsbüro beteiligt sich mit 35.700 Euro und die seinerzeit ausführende Firma mit 51.300 Euro.

Die reinen Reparaturkosten an den beiden Straßen belaufen sich für die Stadt Offenbach auf 25.000 Euro. Dass unterm Strich fast das Doppelte fällig wird, ist nach Angaben von Markus Eichberger, Chef des Stadtplanungsamts, damit zu erklären, dass noch anteilige Gutachterkosten sowie die Kosten für die nachträgliche Kontrolle der Sanierungsmaßnahmen hinzukommen.

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