Behinderungen durch Straßenbau in den Ferien

Da staut sich was zusammen

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Offenbach - Die Frage hunderter Verkehrsexperten ist bereits zu erahnen. „Müssen diese Idioten ausgerechnet jetzt bauen?“ Ja. Auch wenn’s diejenigen nervt, die sich gerade nicht an Stränden oder auf Gipfeln erholen. Von Martin Kuhn

Denn in den Sommerferien ist, hochgerechnet, das Verkehrsaufkommen doch deutlich geringer als im Jahresschnitt. Dieses für Straßenbauer ohnehin viel zu enge Zeitfenster nutzt Stadtdienstleister ESO. Er hat Firmen beauftragt mit umfassenden Sanierungen an neuralgischen Punkten: Kreuzungen auf der südlichen Umfahrung. Die Arbeiten beginnen am kommenden Montag, 15. Juli. Wie immer werden ortskundige Autofahrer gebeten, die Baustellen weiträumig zu umfahren.

Damit beseitigt der Eigenbetrieb die gröbsten Straßenschäden des langen Winters, der unzählige Schlaglöcher und Risse hinterlassen hat. Das gängige Verfahren: Zunächst fräsen die Firmen neun Zentimeter Oberfläche ab, danach bringt ein Fertiger die neue Asphaltdecke auf. Das ist teils mit längerer Vorlauf- und Planungszeit verbunden. Ein Grund ist die Neuverlegung von Kontaktschleifen zur Busbeschleunigung – die gibt es auch an der Kreuzung Rhönstraße, Bieberer Straße und Untere Grenzstraße, wo drei (teils überlastete) Hauptverkehrsachsen aufeinander stoßen.

Sanierung wintergeplagter Straßen

„Im ersten Bauabschnitt werden dort die Fahrbahndecken Rhönstraße/Ecke Bieberer Straße (auf der Grafik gelb markiert, Anm. der Red.) in Richtung Fußballstadion erneuert“, erläutert ESO-Sprecher Oliver Gaksch. Im Anschluss an die etwa einwöchigen Arbeiten verlagert sich die Baustelle auf den Abschnitt Bieberer Straße/Ecke Untere Grenzstraße Richtung Ostbahnhof. Die Arbeiten an der Kreuzung enden mit dem dritten Bauabschnitt im nördlichen Teil der Kreuzung. Betroffen sind Teile der Unteren Grenzstraße, der Rhönstraße und der Bieberer Straße.

Von dort ist’s nicht weit bis zum nächsten Engpass. Ebenfalls in drei Bauabschnitten sind Fahrbahnen der Kreuzung Odenwaldring/Senefelderstraße zu erneuern. Zunächst kümmern sich die Firmen um den südlichen Abschnitt auf der Seite des Ringcenters. Nach etwa einer Woche beginnen die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt. Betroffen sind der mittlere Fahrbahnteil sowie die Linksabbiegerspuren stadteinwärts und in Richtung Rosenhöhe. Das soll wiederum in sieben Tagen erledigt sein. Im Anschluss verlagert sich die Baustelle an die Senefelderstraße, Richtung Starkenburgring.

Umorientierung für Busfahrende

Während sich Autofahrer auf Staus einstellen können, müssen sich Fahrgäste der OVB-Busflotte umorientieren. Betroffen sind die Linien 104 und 107. Ab Dienstag, 16. Juli, fahren die Busse für etwa drei Wochen diese Umleitungsstrecke:

Linie 104 in Fahrtrichtung S-Bahn-Station Bieber Bahnhof: Busse der Linie 104 verkehren ab der Haltestelle Friedrichsring geradeaus auf der Waldstraße bis zur Kreuzung von Waldstraße und Odenwaldring. Nach der Haltestelle Brüder-Grimm-Straße fahren sie weiter auf dem bekannten Linienweg. Für die Dauer dieser Umleitung werden die Haltestellen Brüder-Grimm-Straße und Humboldtstraße auch vom 104er angefahren.

Linie 104 in Fahrtrichtung Kaiserlei: Ab der Haltestelle Ring-Center rollen die Busse weiter geradeaus auf dem Odenwaldring bis zur Kreuzung Odenwaldring/Waldstraße, dann biegen sie links auf die Waldstraße ein und fahren ab der Haltestelle Friedrichsring wieder auf dem üblichen Linienweg. In der Zeit der Umleitung werden die Haltestellen Brüder-Grimm-Straße und Humboldtstraße von der Linie 104 zusätzlich angefahren. Die Haltestellen Haydnstraße und Senefelderstraße entfallen.

Linie 107 in Fahrtrichtung Areva/Kaiserlei: Die Busse fahren ab Haltestelle Waldstraße links durch die Waldstraße vor bis zur Schreberstraße. Diese durchfahren sie und biegen dann links auf die Senefelderstraße ein, von wo aus sie auf den bekannten Linienweg zurückkehren.

Linie 107 in Fahrtrichtung Borsigstraße: In dieser Fahrtrichtung verkehren die Busse ab der Haltestelle Lauterbornschule wie gewohnt zur Senefelderstraße, dann fahren sie rechts in die Schreberstraße und links durch die Waldstraße bevor sie auf den Spessartring einbiegen und dort auf den gewohnten Linienweg zurückkehren. Für die Haltestelle Schreberstraße wird eine Ersatzhaltestelle eingerichtet. Diese befindet sich an der Ecke Senefelderstraße/Schreberstraße.

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