Streit um Bebauung des Hafens beigelegt

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Die dunklen Wolken über dem Hafen dürften nach der Einigung mit den klagenden Firmen von der anderen Mainseite nun vorüberziehen. Der Vergleichsvertrag macht den Weg für eine Bebauung des Areals frei.

Offenbach ‐ Im Streit um die Bebauung des Hafens hat sich die Stadt mit den sechs Firmen auf der anderen Mainseite geeinigt. Von Matthias Dahmer

Die hatten aus Angst vor möglichen Klagen künftiger Bewohner des neuen Viertels gegen den Bebauungsplan prozessiert und Ende April vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel Recht bekommen. Der Hafen gilt als wichtigstes Stadtentwicklungsprojekt Offenbachs.

Mehr rund um die Bebauung des Hafen-Areals finden Sie in unserem Stadtgespräch.

Wie Oberbürgermeister Horst Schneider mitteilt, ist der mit den Unternehmen auf Fechenheimer Seite ausgehandelte Vergleichsvertrag unterschriftsreif, ein Termin müsse aber noch bestimmt werden. Die im Vertrag enthaltenen Passagen, wonach das Lärmschutzkonzept sowohl auf die Grundstücke der Mainviertel GmbH als auch auf die öffentlichen Straßen und Grünflächen auszudehnen und als Grunddienstbarkeit einzutragen ist, seien wesentliche Bedingung für die Rücknahme der Klage gewesen. Durch diese juristische Feinheit wollen die Firmen auch für diese Parzellen ausschließen, dass gegen den Lärm ihrer Betriebe geklagt wird.

So könnte das neue Hafengebiet aussehen:

Neugestaltung am ehemaligen Hafen

Dem Passus im Vergleichsvertrag müssen laut Schneider am nächsten Donnerstag die Stadtverordneten zustimmen, was jedoch nur noch eine Formalie sein dürfte. Der Oberbürgermeister geht davon aus, dass nun der Investor, die Frankfurter Wohnungsbaugesellschaft ABG, den Bauantrag für die zunächst von ihr geplanten 150 Mietwohnungen stellt und im nächsten Jahr losgelegt werden kann. Zudem soll dort der Neubau der Hochschule für Gestaltung stehen.

Die VGH-Entscheidung hatte Offenbach im April eiskalt erwischt. Nicht zuletzt deshalb, weil der Bebauungsplan mit allen übergeordneten Behörden abgestimmt war.

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