Stromkabel ersetzt die Zapfpistole

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Zentrales Thema beim Elektroauto sind leistungsfähige und bezahlbare Batterien. Während viele Fachleute nur klagen, hat Marco Lorey gehandelt.

Offenbach (mad) ‐ Zentrales Thema beim Elektroauto sind leistungsfähige und bezahlbare Batterien. Während viele Fachleute nur klagen, hat Marco Lorey gehandelt.

Vor zwei Jahren schon hat sich der Mitinhaber eines Offenbacher Maschinenbaubetriebs zunächst zur Eigennutzung ein Elektroauto gebastelt. Hat einen Renault Kangoo, Baujahr 1998, mit 16 Blei-Gel-Akkus bestückt. Technisch markierten zwar Lithium-Akkus den neuesten Stand, dafür waren Loreys aber bezahlbar. Rund 3 000 Euro musste er dafür hinlegen, ihre Lebensdauer beträgt rund zehn Jahre.

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Etwa jeden zweiten Tag hängt der 30-Jährige das Auto an die Steckdose, nach sechs Stunden ist der Wagen voll. Satte 400 Kilo wiegen die Batterien. Doch was dem Kangoo auf der einen Seite an Gewicht draufgepackt wurde, hat er an anderer Stelle auch wieder abgespeckt. Tank, Motor, Auspuff, Lichtmaschine - alles überflüssig geworden im Stromer-Vehikel. Folglich gibt es auch keine Zündkerzen und keinen Ölwechsel mehr - die Wartungskosten reduzieren sich ebenso auf ein Minimum wie die Betriebskosten: Drei Euro pro 100 Kilometer verschlingt der Kangoo.

Weitere Informationen auf der Internetseite für die Umrüstung zu Elektroautos.

Mittlerweile haben sich die Loreys noch einen Elektro-Mini zugelegt. Und sieben weitere Autos hat der Elektro-Pionier für Kunden umgebaut. Je nach Modell und beabsichtigter Nutzung kostet das mit Blei-Akkus zwischen 7 000 und 8 000 Euro. Sollen moderne Litium-Polymer-Speicher eingebaut werden, wird’s indes um einiges teurer. Trotz Frankfurter Umweltzone kämen die wenigsten Aufträge aus der Region, sagt Lorey. Die Kundschaft stößt meist im Internet auf sein Angebot, das seinen Angaben zufolge kreisweit einmalig ist.

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