Stromversorger in der Region erhöhen die Preise

Offenbach  ‐ Hunderttausende Haushalte in der Region müssen sich auf steigende Strompreise einstellen. Die Versorger EVO, Entega und Stadtwerke Hanau haben angekündigt, ihre Tarife zum 1. Januar deutlich zu erhöhen. Hintergrund ist eine Umlage zur Förderung von Ökostrom.  Von Ralf Enders

Die Energieversorgung Offenbach (EVO) kündigte an, dass der Strompreis für eine Kilowattstunde (kW/h) um durchschnittlich 7,3 Prozent steigen werde. Im Tarif „Classica“ etwa erhöht sich der Preis brutto um 1,79 Cent/kWh. Für einen Drei-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 3.000 Kilowattstunden ergäben sich daraus 4,46 Euro mehr im Monat, so EVO-Sprecher Harald Hofmann. Die EVO beliefert 150.000 Haushalte vorwiegend in Stadt und Kreis Offenbach mit Strom.

Auch in Hanau und Darmstadt steigen die Strompreise

Auch die Darmstädter Entega und die Stadtwerke Hanau erhöhen ihre Strompreise zum 1. Januar. In Hanau werden die Kunden Stadtwerke-Sprecher Joachim Haas-Feldmann zufolge durchschnittlich mehr als 6 Prozent mehr bezahlen müssen. Wie hoch die Preissteigerung aus Darmstadt ausfallen wird, ist noch nicht bekannt. Beide Unternehmen wollen und müssen jedoch in der nächsten Woche die Zahlen veröffentlichen; es gilt eine gesetzliche Sechs-Wochen-Frist vor Inkrafttreten.

Die drei Unternehmen begründeten ihren Schritt ausschließlich mit der gestiegenen Umlage aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Diese soll Strom aus Sonne, Wind und Wasser fördern. So zahlt jeder Verbraucher für den Ausbau der alternativen Energie mit. Das Gros des Geldes geht an die Solarindustrie. Die EEG-Umlage steigt zum Jahreswechsel um mehr als 70 Prozent auf 3,5 Cent pro Kilowattstunde. Diese Mehrbelastung geben die Versorger nun zum Teil an ihre Kunden weiter.

Rubriklistenbild: © dpa

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