Sympathie für Klinik-Konzept

+
Kreativer Protest gegen eine Privatisierung des Klinikums.

Hanau/Offenbach - Neue Hoffnung für die überschuldeten kommunalen Kliniken in Offenbach und Hanau: Man werde dem gestern von Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) vorgelegten Konzept für eine Kommunale Krankenhausholding mit großer Offenheit begegnen, erklärte Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Von Peter Schulte-Holtey

Er sieht in dem Plan eine klare Perspektive, wie durch eine „gesellschaftsrechtliche Verschmelzung“ die Privatisierung kommunaler Krankenhäuser verhindert werden könne. Über den schwindenden „Gestaltungseinfluss auf kommunalpolitischer Ebene“ müsse man aber noch einmal reden. Ähnlich äußerte sich Offenbachs Bürgermeister Peter Schneider. Er sprach von einer interessanten Grundlage für die Diskussion, in der auch die Klinik-Geschäftsführung eingebunden werde. Der Grünen-Politiker begrüßte die mögliche Entschuldung: „Dann könnte das Klinikum ohne Ballast weiter an der Verbesserung der Strukturen arbeiten.“

Alles zum Klinikum Offenbach lesen Sie im Stadtgespräch

Wie bereits berichtet, plant Grüttner, dass die fast alle unter Finanznot leidenden Häuser mehrheitlich in eine öffentlich-rechtliche Stiftung überführt werden. Die Kommunen sollen sich als Träger in einem Zweckverband organisieren. Der Vorschlag zur Entschuldung von Kliniken: ein Drittel der Altschulden werden von der Holding GmbH übernommen, ein Drittel gehen als Kredit der Kommunen an die GmbH und ein Drittel löst die Kommune ab.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare